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	<title>Kommentare zu: Zwischenbilanz</title>
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	<description>Literaturblog :: Texte &#38; mehr</description>
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		<title>Von: Sprachspielerin</title>
		<link>http://www.sprachspielerin.de/2007/10/11/zwischenbilanz/comment-page-1/#comment-50</link>
		<dc:creator>Sprachspielerin</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Oct 2007 17:01:18 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn ich so gro&#223;e Ehrfurcht h&#228;tte und so dem&#252;tig w&#228;re, dann w&#252;rde ich mich gar nicht zu schreiben getrauen. Ob das nun b&#252;rgerlich w&#228;re oder nicht. Wenn ich d&#228;chte, es sei &#252;berhaupt nicht der Rede wert, dann w&#252;rde ich mein Schreiben wahrscheinlich nicht &#246;ffentlich zug&#228;nglich machen. Und sich in Literatur verirren: ich bin dabei, schon lange...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich so gro&#223;e Ehrfurcht h&#228;tte und so dem&#252;tig w&#228;re, dann w&#252;rde ich mich gar nicht zu schreiben getrauen. Ob das nun b&#252;rgerlich w&#228;re oder nicht. Wenn ich d&#228;chte, es sei &#252;berhaupt nicht der Rede wert, dann w&#252;rde ich mein Schreiben wahrscheinlich nicht &#246;ffentlich zug&#228;nglich machen. Und sich in Literatur verirren: ich bin dabei, schon lange&#8230;</p>
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		<title>Von: van veen</title>
		<link>http://www.sprachspielerin.de/2007/10/11/zwischenbilanz/comment-page-1/#comment-49</link>
		<dc:creator>van veen</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Oct 2007 13:27:37 +0000</pubDate>
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		<description>Mir scheint immer, dieser Nimbus der Schriftstellerei, all die Ehrfurcht und das dem&#252;tige &lt;i&gt;ich schreibe auch ein bisschen, aber es ist nicht der Rede wert&lt;/i&gt; sei vor allem eine Sp&#228;tfolge der b&#252;rgerlichen Furcht vor der Unz&#228;hmbarkeit des menschlichen Sprechens (am Ende: Der Kunst.)
Und die neue Schnoddrigkeit, die jetzt die alte Suhrkampliteratur-Bestaunung abgel&#246;st hat, diese Haltung mit ihrem lachhaften Anspruch auf Anr&#252;chigkeit, da&#223; Literatur vielleicht ein Gesch&#228;ft sei, das man an spezialisierten Schulen lernen und dann betreiben k&#246;nne, sei ebenso ein Z&#228;hmungsversuch im Zeitgeistsinne wie es die b&#252;rgerliche Einforderung des Sch&#246;nen war.

Ich glaube, da&#223; es ein Irrtum ist, die Schriftstellerei f&#252;r einen Beruf zu halten, eine Berufung plus  Zielstrebigkeit. Sie ist das, was denen passiert, die lesen und dabei die Finger nicht von der Tastatur lassen k&#246;nnen und gl&#252;cklich sind mit B&#252;chern; manche leben davon, andere leben davon, so zu tun, als sei es so bei ihnen. Wer das aber kennt und sich gestattet, ist dabei, ob er will oder nicht, der Rest ist kollektive Neurose. Man mu&#223; sich doch verirren in der Literatur (die nur unser Sprechen ist), nicht finden.
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		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir scheint immer, dieser Nimbus der Schriftstellerei, all die Ehrfurcht und das dem&#252;tige <i>ich schreibe auch ein bisschen, aber es ist nicht der Rede wert</i> sei vor allem eine Sp&#228;tfolge der b&#252;rgerlichen Furcht vor der Unz&#228;hmbarkeit des menschlichen Sprechens (am Ende: Der Kunst.)<br />
Und die neue Schnoddrigkeit, die jetzt die alte Suhrkampliteratur-Bestaunung abgel&#246;st hat, diese Haltung mit ihrem lachhaften Anspruch auf Anr&#252;chigkeit, da&#223; Literatur vielleicht ein Gesch&#228;ft sei, das man an spezialisierten Schulen lernen und dann betreiben k&#246;nne, sei ebenso ein Z&#228;hmungsversuch im Zeitgeistsinne wie es die b&#252;rgerliche Einforderung des Sch&#246;nen war.</p>
<p>Ich glaube, da&#223; es ein Irrtum ist, die Schriftstellerei f&#252;r einen Beruf zu halten, eine Berufung plus  Zielstrebigkeit. Sie ist das, was denen passiert, die lesen und dabei die Finger nicht von der Tastatur lassen k&#246;nnen und gl&#252;cklich sind mit B&#252;chern; manche leben davon, andere leben davon, so zu tun, als sei es so bei ihnen. Wer das aber kennt und sich gestattet, ist dabei, ob er will oder nicht, der Rest ist kollektive Neurose. Man mu&#223; sich doch verirren in der Literatur (die nur unser Sprechen ist), nicht finden.</p>
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