Rot

Kerstin Klein, die mehrere Blogs hat (hier, hier und hier), hat im neuen Jahr 2010 ein Projekt-Blog gestartet, in dem es um die Frage geht “Was bedeutet ROT für Dich” oder auch “What is RED for you“. Jeden Tag wird dazu eine Antwort veröffentlicht. Ich habe natürlich gerne mitgemacht und mein Gedicht wurde am 9. Januar dort veröffentlicht. Hier ist es nochmal:

Rot

Vielleicht
das Blinken am Telefon, wenn
Du mir eine Nachricht
hinterlässt oder
das Herz, das
ich Dir male.

Rot ist,
wenn wir uns küssen.

Wenn Du Deinen Namen
in mein Herz ritzt,
das ist rot.

Ich weiß ja nicht genau, ob Kerstin genug Teilnehmer hat, aber das Jahr hat noch viele Tage und wenn jemand Lust hat mitzumachen, kann er bestimmt gerne bei Kerstin anfragen (Mailadresse findet sich im Blog).

Geschrieben in Lyrik | 3 Kommentare

Dinge

sich dabei zusehen
wie man dinge
genau falsch
macht

Geschrieben in Lyrik | 2 Kommentare

Gedichte

gedichte sind
unfolgsame kinder
sie kommen nicht
wenn man sie ruft
man kann sie nicht zwingen
sie spielen verstecken
aber man darf sie
nicht suchen
nur finden

Geschrieben in Lyrik | 8 Kommentare

laufen lernen

ich lerne laufen,
täglich mehr
sanfte schritte setzen
auf die entscheidung, die
gefallen ist und
tasten, ob sie trägt

Geschrieben in Lyrik | 5 Kommentare

Aber

Ich werde
müde, bekomme
Falten, arbeiten
liegt mir nicht,
nachdenken eher,
dafür bezahlt
aber keiner.

Geschrieben in Lyrik | 3 Kommentare

Aufhören

Aufhören,
mit angelegten Ellenbogen
durchs Leben zu gehen,
nur leise aufzutreten und
bloß zu flüstern von sich.
Aufhören
sich zu ducken in
vorauseilendem Gehorsam.

Sich wieder
aufrichten,
Platz schaffen,
laut aufstampfen und
“Hier!” schreien.

Geschrieben in Lyrik | 2 Kommentare

Unter Strafe

Stünd’ Strafe aufs
Unglücklichsein,
ich fürchtete jeden
Polizisten und traute
mich nicht mehr
hinaus, säß’ daheim
und dächte daran
was mir drohte;
das würde mich
ganz unglücklich machen.

Geschrieben in Lyrik | 8 Kommentare

Vom Leichten und vom Schweren

Wenn alles so leicht wär’ wie
einschlafen, manchmal
wenn die Laken kühl sind und
Dein Atem ruhig geht
neben mir

Wenn alles so schwer wär’ wie
einschlafen, manchmal
wenn die Gedanken schmerzen,
im Kopf kreisen und
Du fehlst

Wie ein Stein sein
schwer wiegen und
leicht liegen

Geschrieben in Lyrik | 7 Kommentare

Zur Zukunft hin

sich ausmalen
wer man sein könnte
in Jahren
den Blick nicht wegwenden
erschreckt, sondern
genau hinsehen
und dann
die Schrauben stellen
wie sie zu drehen sind
im Jetzt
zur Zukunft hin

Geschrieben in Lyrik | 4 Kommentare

Eternità

Sag nur, dass Deine Liebe mein sei,
dass der Abdruck Deines Fingers
mir ewig bleiben wird auf der Haut,
dass Dein Arm, den Du um mich gelegt,
süß dort immer lasten wird
und dass Dein Kuss, der mich berührte,
dort immer brennen wird, denn dann
lass’ ich nicht die Hoffnung sinken,
verzweifle nicht, sondern
weit’ ich die Schwingen
und warte, bis der Wind mir
Deinen Kuss bringt, den süßen
und Deine sanfte Umarmung,
bis ich den Atem Deines Herzens spüre
und Deine Worte mich wiegen,
bis Deine Liebe mich einhüllt
und flieg’ auf,
vom Nest des hohen Nussbaums,
nach hoch droben,
für immer.

Geschrieben in Lyrik | 4 Kommentare
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