Drei Wochen Schule

Drei Wochen Schule, die mir schon wieder wie eine Ewigkeit vorkommen. Ich bin wieder drin, im Trott. Früh aufstehen, manchmal lang arbeiten, manchmal zu lang arbeiten, sodass ich dann nicht schlafen kann, wieder früh aufstehen. Irgendwann Wochenende, aber auch da läuft die Vorbereitung am Computer oder zumindest im Kopf.

Drei Wochen Schule in einem neuen Bundesland. Ich sage noch Ausfrage (was den Schülern neu ist), aber nicht mehr Schulaufgabe. Hier schreibt man Klassenarbeiten. Exen gibt es nicht, insofern ist auch das Problem mit dem richtigen Artikel gelöst (oder das mit dem h in der Stegreifaufgabe). Bayern ist das Bundesland, in dem es viele Regeln für Dinge gibt, die hier jeder macht wie er meint. Ich weiß noch nicht, was besser ist. In Bayern weiß man, woran man ist, hier hat man die Freiheit. Größtes Glück für einen Deutschlehrer: man muss keine Übungsaufsätze schreiben.

Drei Wochen Schule und ich muss sagen: ich habe nette Schüler! Die meisten sind extrem unanstrengend. Ruhig, freundlich, fragen nach, melden sich, wollen etwas lernen. Das kenne ich so nicht. Zumindest nicht so extrem, nicht so klassenweise. Gleich drei 12. Klassen, die ich allesamt küssen könnte. Ungewohnt.

Drei Wochen Schule mit lauter Klassen, die ich mindestens ein Jahr lang unterrichten werde. Auch das ist neu. Vielleicht werde ich meine 12ten auch zum Abitur führen (hier nach der 13.), also noch ein weiteres Jahr haben, das ist sogar wahrscheinlich bzw. üblich. Die Schüler können und müssen sich an mich gewöhnen. Sind mir richtiggehend ausgeliefert. Auch hier weiß ich noch nicht, ob das gut ist.

Drei Wochen Schule und die Erkenntnis, wie sehr mich meine Seminarlehrer geprägt haben. Ich versuche Farben im Tafelbild einzusetzen und die Überschriften als Fragen zu formulieren. Ich schreibe mir Zettel für die Ausfragen, mit Frageoperatoren statt W-Fragen, Transferfragen und erwarteten Antworten. Ich muss mir Aufsatzarten mühsam selbst erarbeiten, weil mir das leider nicht vermittelt wurde. Ich schreibe alle Vokabeln in Italienisch an die Tafel, statt sie die Schüler aus dem Buch abschreiben zu lassen. Ich habe nachts absurde Ängste, dass mich am nächsten Tag jemand im Unterricht besuchen kommen könnte. Prägend, dieses Referendariat.

Drei Wochen Schule und die Erinnerung, was ich an diesem Beruf von Anfang an gemocht und was ich gehasst habe. Die Vorbereitung macht oft Spaß. Das Unterrichten manchmal. Ich mag es, wenn ich glaube, dass die Schüler das Leuchten in meinen Augen sehen, wenn ich von etwas begeistert bin und es weitergeben darf. Ich leide mit den Schülern, wenn ich trockenen Stoff vermitteln muss. Ich mag, wenn die Schüler etwas lernen von mir und wenn ich mit ihnen lachen kann. Und dann gibt es die Tage, da säße ich lieber in einem Maulwurfsloch als auf dem Präsentierteller vor der Klasse. Ich hasse es, Schüler zu bestrafen, immer noch. Dann klopft mein Herz ganz laut. Aber ich habe gelernt, dass es nicht anders geht, wenn ich nicht will, dass mir alles über den Kopf wächst und ich nicht mehr gerne in die Schule gehen möchte. Wehre den Anfängen! zu spät wird die Medizin bereitet, wenn die Übel durch langes Zögern erstarkt sind.

Drei Wochen Schule und ich merke, was ich gelernt habe. Vieles ist Routine, über Manches muss ich nicht mehr nachdenken, auch wenn ich es ein ganzes Jahr lang nicht mehr getan habe. Ist doch wie Autofahren. Was ich auch gelernt habe: auf mich aufpassen. Daran arbeite ich, aber es wird gehen.

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Lebensverschönernde Maßnahmen

Ich habe beschlossen, dass etwas anders werden muss. Es ist nicht der erste Januar, also kein klassisches Datum für gute Vorsätze, aber so lange kann ich wirklich nicht warten! “Alles neu macht der Mai” muss da als Motto reichen.

Ich habe hier geschrieben, dass 2009 das schlimmste Jahr meines Lebens war. Und nun möchte ich dafür sorgen, dass 2010 da deutlich, sehr deutlich besser wird. Nicht, dass es in Gefahr stünde 2009 zu toppen, da kommt so schnell nichts heran, nein, eigentlich war 2010 bisher schon ganz okay, meistens erträglich, manchmal mehr als das. Trotzdem kann es noch besser werden. Kann ja immer. Und trotzdem möchte ich noch, dass da viel mehr Abstand dazwischenliegt, bezüglich der Lebensqualität, zwischen 2009 und 2010. Trotz auslaufendem Referendariat, das heute noch genau 40 Tage bis zur allerletzten Prüfung dauern wird. Ab 1. August kommen die Sommerferien und Zeit für Pläne und Träume, aber so lange mag ich nicht mehr warten.

Also muss es jetzt sofort losgehen mit meinen “lebensverschönernden Maßnahmen”. Und das meint eigentlich nicht mehr als: genau hinschauen, bewusst wahrnehmen, Kleinigkeiten genießen, Lebenslust auskosten und festhalten. Jeden Tag ein bisschen. Das kann ein gutes Essen sein, eine nette Begegnung, ein Film, intensives Musikhören, ein Stück Schokolade, die Ringelstrumpfhose, die ich trage, eine Umarmung, das Lächeln eines fremden Menschens, Sonnenstrahlen, ein Klavierstück, ein lustiges Erlebnis in der Schule, ein gutes Glas Wein, ein Gespräch, ein Kuss, ein Gedicht, das mich findet. Oderoderoder. Ganz egal. Ein liebenswertes, lebenswertes Detail jedes einzelnen Tages. Und damit mir das nicht nur so vorbeiflutscht und dann wieder weg ist, damit ich es bewusster erlebe und weniger leicht vergesse, möchte ich diese lebensverschönernden Maßnahmen hier festhalten, jeden Tag mindestens eine.

Heute wird begonnen, denn dieser Tag ist der erste Tag des Rests meines Lebens, wie es so schön heißt. Mal sehen, was daraus wird, aus meinem guten Vorsatz. Aber so schwer kann das ja eigentlich nicht sein. Ein bisschen wie Tagebuchbloggen, aber eben nur in Auswahl. Und vielleicht macht es dem ein oder anderen ja Spaß, hier mitzulesen und regt ihn an, selbst die ein oder andere lebensverschöndernde Maßnahme zu ergreifen.

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Knutschen und Nietzsche – Mehr Bildung in Blogs

Literatenmelu hat in ihrem Blog dazu aufgerufen, bei ihrer Aktion “Mehr Bildung in Blogs” mitzumachen. Nachdem es nur gilt, einige Fragen zu beantworten, ich mich eben wieder ans Bloggen gewöhne und es außerdem etwas zu gewinnen gibt, lege ich jetzt also einfach mal los:

1. Woran erinnerst Du Dich, wenn Du an Deine Schulzeit zurückdenkst?

Das beste an meiner Schulzeit war wahrscheinlich Knutschen und Nietzsche. Mit dem Knutschen habe ich recht bald angefangen und den Unterhaltungswert zu schätzen gelernt und deshalb auch nicht damit aufgehört, als ich irgendwann noch lieber Nietzsche unter der Schulbank las. Ab der 9. war ich in einer Klasse mit 20 Jungs und 2 Mädchen, ich hatte also Auswahl. Ansonsten war die Schule eher langweilig, meine Noten waren ohne große Anstrengungen gut und eine Zeit lang war ich jede Woche ungefähr einmal nicht in der Schule, was weder mir noch meinen Noten geschadet hat. Höchstens dem Knutschen.

In der 10./11. Klasse war mir dann so langweilig, dass ich nicht nur während der Schulzeit unter der Bank gelesen (oder geschrieben) habe, sondern gleich studieren musste. Nachmittags ging ich also in die Hochschule für Politik, um Philosophie zu studieren. Apropos, mein großartigster Lehrer – trotz Nietzsche und trotzdem ich immer erklärte Atheistin war – war sicherlich mein Lehrer in katholischer Religion, Herr Hilz-Merthan, den ich immer jedem Ethiklehrer (zu dem ich ja freiwillig hätte gehen können) vorgezogen habe und dem ich bis zum Abitur treu blieb.

Dann gab es noch den alten Physiklehrer, der der Ansicht war, Mädchen können in Physik sowieso nichts, was meinen Ehrgeiz so anstachelte, dass ich in diesem Schuljahr nur Einser hatte. Meinen Griechisch-Lehrer mit seinen liebenswerten Macken und dauernden Zahnproblemen werde ich sicher auch nie vergessen, genausowenig wie meine Latein- und Deutschlehrerin in der 5./6. Klasse, die streng und gut und nett war, aber manchmal Strumpfhosen unterm Rock trug, durch die man ihre langen Haare an den Beinen sehen konnte.

Das mit dem Nietzsche (und Sartre und Camus und Hesse und Mann und was weiß ich alles) unter der Schulbank hatte aber auch zur Folge, dass “unwichtigere” Fächer völlig an mir vorüber gezogen sind. Hatte ich jemals Erdkunde? Keinen blassen Schimmer. Wirtschaft und Recht? Sozialkunde? Chemie? Kann mich nicht erinnern…

2. Welche Medien hast Du im Unterricht kennengelernt und auch selbst genutzt?

Da wären zum einen natürlich Stift und Papier, welchen ich immer große Aufmerksamkeit gewidmet habe, die Hefte und Hausaufgabenhefte mussten “schön” sein, wurden teilweise aus Frankreich importiert (später auch die Ordner), um etwas “besonderes” zu haben und mit Stiften wurde viel herumexperimentiert: verschiedene Füller (normal und mit Kolben, teils mit abgeschrägter Feder etc.), verschiedenfarbige Tinten (grün, rosa, lila…), ein Schuljahr lang habe ich auch fast nur mit Bleistift geschrieben. Schreiben habe ich immer gemocht, was die Lehrer dazu sagten, die die Farbexperimente nicht immer begrüßten, war mir egal.

Die Lehrer arbeiteten natürlich mit Tafel+Kreide und auch mal dem Overheadprojektor, ich kann mich auch an wunderschöne, riesige Karten im Geschichts- und Griechischunterricht erinnern (den Erdkundeunterricht habe ich ja wie gesagt verpasst), wobei allerdings am spannendsten war, wer die Karten holen durfte und dann wie und mit wie vielen Unfällen an den Kartenständer hängte (was möglichst viel Zeit in Anspruch nehmen sollte). In Bio gab es manchmal irgendwelche 16mm-Filme, die waren toll. Und in Englisch haben wir auch mal ein Lied auf Kassette angehört, das natürlich alle grauenhaft fanden. Aus Prinzip. Gut gemeint ist das Gegenteil von gut.

Trotz meiner Begeisterung für Bücher konnte ich mich für Schulbücher nie wirklich erwärmen und habe sie so gut es ging geschleppt und ignoriert. Ach ja, einen Computerraum gab es an der Schule auch, ja genau, einen, aber ich kann mich nur an ca. 2 Besuche erinnern und an irgendwelche Spiele, die man dort dann spielte. Aber vielleicht habe ich auch einfach nicht aufgepasst.

3. Welche Möglichkeiten siehst Du, die Lehrerausbildung zu verbessern?

Oh, na darüber schreibe ich besser ein andermal, das würde den Rahmen hier sprengen. Und vielleicht mache ich das auch erst, wenn ich mit der “Lehrerausbildung” fertig bin. Nur so viel: es würde sehr helfen, wenn man irgend jemanden hätte, der einen durch diese schwierige Zeit leitet und wirklich “betreut” und der einen nicht gleichzeitig auch bewertet, denn so jemanden gibt es in Bayern im Referendariat nicht. Und klar, an der Uni müsste auch schon vieles anders laufen.

4. Was hältst Du davon, Blogs, Wikis, Podcasts etc. im Unterricht einzusetzen?

Doch, gerne, habe es schon zwei Mal versucht, einmal mit der “Romantischen Schule” und einmal mit der “Klassikklasse”, beide Male in einer 12. Klasse, Grundkurs Deutsch, mit unterschiedlichem Ergebnis, würde ich sagen. Auch das will an anderer Stelle noch genauer analysiert werden.

5. Können Online-Angebote die herkömmliche Nachhilfe sinnvoll ergänzen oder sogar ersetzen?

Ehrlich gesagt kenne ich mich da weder mit entsprechenden Online-Angeboten noch mit Nachhilfe generell genug aus, um diese Frage sachkundig beantworten zu können. Ergänzen? Warum nicht. Ersetzen? Ich glaube, es ist unersetzbar, dass ein Schüler eine Frage stellt und dann individuell etwas erklärt bekommt.

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Rückblick 2009 – diesmal als Stöckchen/Liste

Nachdem ich das bei den anderen immer so furchtbar gerne lese und spannend finde, habe ich die Liste dieses Jahr doch auch mal ausgefüllt.

1. Zugenommen oder abgenommen?

Erst zugenommen, dann seit dem Sommer wieder abgenommen, beides stressbedingt, schätze ich. Insgesamt wahrscheinlich alles beim Alten.

2. Haare länger oder kürzer?

Deutlich länger, nur mal Spitzen schneiden lassen…

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Hoffentlich nicht noch kurzsichtiger.

4. Mehr Kohle oder weniger?

Hm, mehr, vorher habe ich gar nichts verdient, jetzt immerhin das Referendarsgehalt. (Ob man damit HartzIV-Niveau erreicht, ist allerdings nicht abschließend geklärt.)

5. Mehr ausgegeben oder weniger?

Wahrscheinlich mehr, wenn man an die ganzen Schulbücher und -Materialien denkt, die Schulbuchverlage haben wirklich verdient an mir! Und dann die Waschmaschine…

6. Mehr bewegt oder weniger?

Etwas mehr. Wieder im Sportstudio angemeldet und mit Yoga angefangen, auch wenn das durch relativ häufige Krankheiten nicht immer so umsetzbar war wie gewünscht…

7. Der hirnrissigste Plan?

Hm. Eigentlich hatte ich keine Zeit für hinrissige Pläne…

8. Die gefährlichste Unternehmung?

Jeden Tag wieder in die Schule gehen.

9. Der beste Sex?

Oh ja!

10. Die teuerste Anschaffung?

Die Waschmaschine, nachdem die alte ihren Geist aufgegeben hat. Nur der Herd, der jetzt auch kaputt ist, wird wohl noch teurer…

11. Das leckerste Essen?

Sicherlich das 5-Gänge-Klassikmenü bei Schuhbeck. Gefolgt vom Menu im Marais und den leckeren Tortellini in brodo in Bologna. Und von schwäbischen Linsen mit Spätzlen und den vielen Hühnersuppen, die wir dieses Jahr gekocht haben.

12. Das beeindruckendste Buch?

Hach, hätte ich doch letztes Jahr schon eine Liste geführt und wüsste, was ich alles gelesen habe… War aber ohnehin nicht so viel. Il tailleur grigio von Andrea Camilleri (noch nicht übersetzt) war jedenfalls sehr gut…

13. Der ergreifendste Film?

Hm. Das ist schwierig, wirklich schwierig. Auf DVD vielleicht Geh nicht fort, den musste ich gleich 2x sehen. Für Kino war wirklich wenig Zeit. Das weiße Band war interessant…

14. Die beste CD?

Vielleicht El radio von Chris Garneau. Und bei der italienischen Musik Safari von Jovanotti.

15. Das schönste Konzert?

Waren auch nicht so viele dieses Jahr. Also würde ich sagen Notwist im Volkstheater gewinnen kurz vor dem on3-Radio-Festival bzw. Bavarian Open im Funkhaus (wo überraschenderweise Pete Doherty auftauchte, was sicherlich aber nicht der Höhepunkt des Konzertes war).

16. Die meiste Zeit verbracht mit …?

…meinem Computer (Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen mit Tabellen, Seminarberichte, Stoffverteilungspläne etc.)

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?

Dem Lieblingsmenschen. Und Freunden. Und sehr netten Kollegen.

18. Vorherrschendes Gefühl 2009?

Alles ist schrecklich.

19. 2009 zum ersten Mal getan?

Yoga gemacht.

20. 2009 nach langer Zeit wieder getan?

Im Meer gebadet? Naja, sooo lange war’s auch wieder nicht her.

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Wie, nur drei?
Lehrproben, Seminarberichte und Protokolle, viele Fachsitzungen, Korrekturen, nervige Klassen, Nachtschichten, Stress, Unterrichtsbesuche, Lärm, zu wenig Schlaf abwechselnd mit Schlaflosigkeit – oh, da fiele mir noch jede Menge ein.

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Wird noch nicht verraten.

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Hm.

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Das diesjährige Weihnachtsgeschenk vom Lieblingsmenschen war schon sehr fein… Und der Adventskalender inkl. der roten Stiefel ja sowieso.

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

“Okay, lass’ uns drüber nachdenken.”

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

?

27. 2009 war mit einem Wort …?

Schrecklich. Mit kurzen Lichtblicken.

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Bücher 2010

L. Frank Baum: The wonderful wizard of Oz
James M. Barrie: Peter Pan
Andrea Camilleri: Racconti di Montalbano
Benjamin Stein: Die Leinwand
Petra Reski: Palazzo Dario
Michael Ende: Momo
Paul Hühnerfeld: Der Kampf um Troja
Grammatik – Praxis und Hintergründe (Praxis Deutsch Sonderheft)
Gita Lehr: Die Lewins
Hamburg-Reiseführer
Glas/Schlagbauer: Pädagogik am Gymnasium
Helge Timmerberg: Das Haus der sprechenden Tiere
Stephenie Meyer: Twilight

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Filme 2010

DVD

Der Club der toten Dichter (1.1.2010)
Sex and the city: Season 1 (ab 2.1.2010 bis 22.1.2010)
Gangs of New York (15.1.2010)
Ally McBeal: Season 1 (ab 31.1.2010)
Y tu mamá también (6.2.2010)
Der Vorleser (6.3.2010)
Secretary (28.3.2010)
James Bond – Die Welt ist nicht genug (3.4.2010)
Twilight (10.4.2010)
Grey’s Anatomy – 1. Staffel (ab 13.4.2010)

Kino

Nord (Regie: Rune Denstad Langlo) (am 23.12.09, Kinostart 07.01.2010)
Same Same but different (20.1.2010)
Welcome (3.2.2010)
Verdammnis (7.2.2010)
Ajami (10.3.2010)
A single man (31.3.2010)
Precious (18.4.2010)
Avatar (7.5.2010)

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Listen

Angeregt von anderen Bloggern (u.a. isabo, kaltmamsell oder ankegröner) habe ich beschlossen, für das schöne neue Jahr 2010 auch endlich mal Listen anzulegen und zwar eine für Filme und eine für Bücher. Nachdem ich aber ein so ungeduldiger Mensch bin und nicht warten kann, bis das Jahr herum ist, um die Listen zu veröffentlichen, fange ich einfach sofort an und editiere dann daran herum bis zum Jahresende, sodass der momentane Status für jeden der mag jeweils einzusehen ist. Und am Jahresbeginn 2011 wird dann sicherlich nochmal feierlich und hoffentlich stolz auf die Listen verlinkt.

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Rückblick – Vorschau

2009 war wahrscheinlich das schlimmste Jahr, das ich jemals hatte, schlimmer als ich es mir hätte vorstellen können. Und das ist mit nur einem Wort recht gut erklärt: Referendariat. Ich weiß nicht, warum das so sein muss, ich verstehe es nicht, aber es ist wohl ein Prinzip, wen man auch fragt: anstrengend, stressig, unangenehm, frustrierend, nervend, schlafraubend, deprimierend, belastend und es bedeutet schrecklich viel Arbeit, fast keine Freizeit, dauernde Kontrolle, dauernde Beobachtung, ständige Bewertung jeder Kleinigkeit, ständige Anspannung, Burn-Out noch vor dem eigentlichen Beginn, die Hölle, durch die man gehen muss.

Im letzten Jahr zehn verschiedene Klassen an zwei Schulen unterrichtet und drei Lehrproben gehabt, alle gut bestanden, aber dennoch die schlimmsten Prüfungen, die ich je hatte. Viel zu viele Tränen geweint, weil ich nicht mehr konnte, aber eigentlich für nichts, völlig umsonst. Natürlich viel gelernt, aber das hätte auch unter anderen, besseren Bedingungen stattfinden können. Ans Aufgeben gedacht und diesen Plan wieder aufgegeben, zum Durchhalten entschlossen.

Ich habe hier kaum etwas geschrieben, weil es schwierig geworden ist. Einerseits aus zeitlichen Gründen, ich schaffe das einfach nicht so nebenbei. Wenn man oft von 6 (aufstehen und in die Schule gehen) bis 12 (Unterrichtsvorbereitung abschließen oder Seminarbericht fertigschreiben oder oder) arbeitet, dann stellt sich auch nicht die rechte Inspiration ein. Vor zwei Jahren saß ich Weihnachten noch im Zug und habe Gedichte geschrieben. Diese Weihnachten saß ich im Zug und habe korrigiert. Die Arbeit nimmt man immer mit, als Lehrer hat man nie “Feierabend” und deshalb ist es schwer, sich Zeit zum Schreiben zu nehmen. Andererseits ist es ebenso schwierig, hier über mein Leben zu berichten, unter meinem echten Namen, der im Netz auffindbar ist, von Kollegen, Schülern etc. Und dann möchten meine werten Leser bestimmt nicht jede Gefühlsschwankung mitmachen, die ich so durchmache…

Im letzten Jahr für meine Verhältnisse (eigentlich bin ich nicht sehr anfällig) sehr oft krank gewesen, nach der letzten Lehrprobe hat es mich gleich zerbröselt, jetzt schnupfe ich schon wieder vor mich hin, aber das ist sicher auch einfach zu erklären.

Trotz allem: ich habe jemanden gehabt, an dem ich mich festhalten konnte und der mich festgehalten hat. Der mich ausgehalten hat, obwohl ich oft unausstehlich war, der mich aufgebaut hat, wenn es sein musste (und es musste oft). Mit dem ich schöne Stunden, Tage, Ferien verbracht habe, einen tollen Sommerurlaub mit See und Meer und Sonne und Zelt und Hotel und Wein und Pasta und Pizza und wie es sein soll. Und es gab auch einige schöne Abende mit Freunden und gutes Essen (vor allem gehäuft gegen Jahresende), das muss man diesem Jahr lassen.

Trotzdem wünsche ich mir, dass das nächste Jahr “besser” wird. Bis Juli heißt es noch die Zähne zusammenbeißen und durchhalten, obwohl die letzte Wegstrecke auf dem Weg zum 2. Staatsexamen sicher nicht lustig wird: es stehen eine weitere Lehrprobe, viele Unterrichtsbesuche und viele mündliche Prüfungen an und das in enger Abfolge. Also Augen zu und durch oder so ähnlich. Und dann werde ich das mit dem Glücklich-Sein mal wieder in Angriff nehmen, mal sehen, ob ich das doch noch nicht verlernt habe… Und das mit dem Schreiben und Bloggen hoffentlich auch.

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Nichts zu lachen

Wer (wie ich) momentan nicht all zu viel zu lachen hat, der sollte sich ganz dringend das folgende Video ansehen, das ist nämlich ganz wunderbar:

gefunden bei Barbara A. Lehner, mit ganz herzlichem Dank!

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Schreiben ins Nichts

Kennt ihr das, wenn am Computer irgendein Fenster auf ist und ihr fröhlich lostippt, um irgendwas in ein Feld zu schreiben? Und dann seht ihr auf und bemerkt, dass das, was ihr getippt habt, nirgendwo steht? Das gemeinte Feld war nicht angeklickt. Ihr habt zwar geschrieben, aber es ist nirgendwo angekommen, die Worte oder Sätze stehen nirgendwo geschrieben, sind einfach verschwunden in den Untiefen des Computers, verschwunden im Nichts.

Ich frage mich manchmal, was mit diesen Worten, mit diesen angefangenen Sätzen passiert, die man ins Nichts schreibt. Ob sie irgendwo gespeichert werden, an einer geheimen Stelle im Computer, in seiner Abstellkammer? Oder ob sie zentral irgendwo gesammelt werden, all diese ins Nichts geschriebenen Sätze der Menschen? Ob es einen Ort gibt, an dem sich Worthaufen befinden, all die Sätze gestapelt, die nirgendwo angekommen sind? Oder ob das Nichts selbst sich langsam anfüllt mit diesen Worten, die geschrieben wurden, aber verloren gegangen sind?

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