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	<title>Germanistisches &#8211; Die Sprachspielerin</title>
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	<description>Literaturblog :: Texte &#38; mehr</description>
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		<title>Bücher 2010</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 14:01:11 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Alltägliches]]></category>
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					<description><![CDATA[L. Frank Baum: The wonderful wizard of Oz James M. Barrie: Peter Pan Andrea Camilleri: Racconti di Montalbano Benjamin Stein: Die Leinwand Petra Reski: Palazzo Dario Michael Ende: Momo Paul Hühnerfeld: Der Kampf um Troja Grammatik &#8211; Praxis und Hintergründe (Praxis Deutsch Sonderheft) Gita Lehr: Die Lewins Hamburg-Reiseführer Glas/Schlagbauer: Pädagogik am Gymnasium Helge Timmerberg: Das &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="entry-content" itemprop="text">
<p>L. Frank Baum: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3150090016?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3150090016" target="_blank">The wonderful wizard of Oz</a><br />
James M. Barrie: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3150092949?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3150092949" target="_blank">Peter Pan</a><br />
Andrea Camilleri: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/880458968X?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=880458968X" target="_blank">Racconti di Montalbano</a><br />
Benjamin Stein: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3406598412?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3406598412" target="_blank">Die Leinwand</a><br />
Petra Reski: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3548607098?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3548607098" target="_blank">Palazzo Dario</a><br />
Michael Ende: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492253490?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3492253490" target="_blank">Momo</a><br />
Paul Hühnerfeld: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/342370084X?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=342370084X" target="_blank">Der Kampf um Troja</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3617325653?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3617325653" target="_blank">Grammatik &#8211; Praxis und Hintergründe</a> (Praxis Deutsch Sonderheft)<br />
Gita Lehr: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/344245901X?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=344245901X" target="_blank">Die Lewins</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3899533321?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3899533321" target="_blank">Hamburg-Reiseführer</a><br />
Glas/Schlagbauer: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3871012831?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3871012831" target="_blank">Pädagogik am Gymnasium</a><br />
Helge Timmerberg: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499245914?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3499245914" target="_blank">Das Haus der sprechenden Tiere</a><br />
Stephenie Meyer: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1904233651?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1904233651" target="_blank">Twilight</a></p>


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		<title>Listen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sprachspielerin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 14:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Alltägliches]]></category>
		<category><![CDATA[Filmisches]]></category>
		<category><![CDATA[Germanistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Angeregt von anderen Bloggern (u.a. isabo, kaltmamsell oder ankegröner) habe ich beschlossen, für das schöne neue Jahr 2010 auch endlich mal Listen anzulegen und zwar eine für Filme und eine für Bücher. Nachdem ich aber ein so ungeduldiger Mensch bin und nicht warten kann, bis das Jahr herum ist, um die Listen zu veröffentlichen, fange &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="entry-content" itemprop="text">
<p>Angeregt von anderen Bloggern (u.a. <a href="http://xrays.antville.org/" target="_blank">isabo</a>, <a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/" target="_blank">kaltmamsell</a> oder <a href="http://www.ankegroener.de/" target="_blank">ankegröner</a>) habe ich beschlossen, für das schöne neue Jahr 2010 auch endlich mal Listen anzulegen und zwar eine für <a href="http://www.sprachspielerin.de/2010/01/02/filme-2010/" target="_blank">Filme</a> und eine für <a href="http://www.sprachspielerin.de/2010/01/02/buecher-2010/" target="_blank">Bücher</a>. Nachdem ich aber ein so ungeduldiger Mensch bin und nicht warten kann, bis das Jahr herum ist, um die Listen zu veröffentlichen, fange ich einfach sofort an und editiere dann daran herum bis zum Jahresende, sodass der momentane Status für jeden der mag jeweils einzusehen ist. Und am Jahresbeginn 2011 wird dann sicherlich nochmal feierlich und hoffentlich stolz auf die Listen verlinkt.</p>


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		<title>Literaturblogs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sprachspielerin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 16:45:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Germanistisches]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich das ja schon auf dem FrauenBarCamp erzählen. Da war dann aber keine Zeit und kein Raum mehr zur Verfügung. Also hole ich es jetzt einfach als Artikel hier nach: Die Vorstellung einiger Literaturblogs. Das bedeutet, dass ich nicht theoretisch danach fragen werde, was ein Literaturblog ist, sein kann und wie man ihn &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="entry-content" itemprop="text">
<p>Eigentlich wollte ich das ja schon auf dem <a href="http://www.sprachspielerin.de/2008/09/03/rueckblick-erstes-barcamp-fuer-frauen/" target="_blank">FrauenBarCamp</a> erzählen. Da war dann aber keine Zeit und kein Raum mehr zur Verfügung.  Also hole ich es jetzt einfach als Artikel hier nach: Die Vorstellung einiger Literaturblogs. Das bedeutet, dass ich nicht theoretisch danach fragen werde, was ein Literaturblog ist, sein kann und wie man ihn definiert, was genau sich nun Literaturblog nennen darf und was nicht. Das<a title="amazon" href="http://www.amazon.de/gp/product/3905846004?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3905846004" target="_blank"> können andere sicher viel besser</a>. Es bedeutet einfach, dass ich einige Blogs hier verlinken und kurz beschreiben möchte, damit sich Interessierte gegebenenfalls von dort aus auch weiterklicken können. Natürlich eine höchst subjektive Auswahl.</p>
<p>Aber zuerst: was ist <strong>für mich</strong> ein Literaturblog, welche Art von Blog führe ich hier an? Ich verstehe darunter zunächst einmal keinen Bücher-Rezensionsblog wie z.B. <a href="http://www.litkara.de/litblog.php" target="_blank">Liisas Litblog</a> oder auch den <a href="http://lesekreis.org/" target="_blank">Lesekreis</a>. Ich verstehe darunter auch nicht das Tagebuch eines Schriftstellers, wie wir es etwa beim <a href="http://www.else-buschheuer.com/tagebuch.php" target="_blank">&#8222;Leipzig-Tagebuch&#8220; von Else Buschheuer</a> (u.a. Autorin von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453190041?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3453190041" target="_blank">Ruf! Mich! An!</a>) haben. Erstens erzählt sie hier ausschließlich Geschichten aus ihrem Leben und kommentiert ihren Alltag. Auch wenn das sogar schon <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3939611085?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3939611085" target="_blank">in Buchform erschienen</a> ist, für mich sind das keine literarischen Texte im engeren Sinne. Außerdem kann man sich sogar streiten, ob das ein Blog ist: man kann nicht kommentieren! Für mich ist das aber ein Definitionselement, das ganz elementar zu einem Blog gehört.</p>
<p>Was ich also unter Literaturblogs verstehe, das sind &#8222;Literarische Blogs&#8220;, also Blogs, auf denen literarische Texte (Lyrik oder Prosa) veröffentlicht werden. Das muss nicht ausschließlich der Fall sein (natürlich sind meist auch persönliche Texte eingestreut), aber doch überwiegend. Natürlich ist das eine winzige Nische in der (in Deutschland) ohnehin nicht so großen Blogwelt. Hier wird kein Geld verdient, hier finden sich relativ wenige Leser, hier kommt niemand in die Blogcharts. Die Frage, die sich nun also stellt: Wie findet man literarische Blogs?</p>
<p>Ein möglicher Startpunkt ist trotz allem immer noch das <a href="http://www.mindestenshaltbar.net/" target="_blank">Online-Magazin mindestenshaltbar</a>, das bedauerlicherweise im Mai 2008 eingestellt wurde. Trotzdem findet man hier jeweils zu einem bestimmten Thema literarische Texte von Bloggern und Bloggerinnen. Die Blogs dieser Autoren sind wiederum verlinkt, so dass man sich hier schon einige interessante Literaturblogs zusammensammeln kann. Mindestenshaltbar wurde erst von <a href="http://www.derwesten.de/community/Katharina.Borchert/" target="_blank">Katharina Borchert</a> geführt, dann von <a href="http://don.antville.org/" target="_blank">DonDahlmann</a> übernommen und von <a href="http://www.knallgrau.at/willkommen" target="_blank">knallgrau</a> betrieben, bis diese keine Lust mehr hatten. Das ganze ist magazinmäßig aufgezogen, glänzte jeweils durch eine tolle Grafik, setzte sich bei<a href="http://www.mindestenshaltbar.net/0310" target="_blank"> jeder Ausgabe ein bestimmtes Thema</a> und außerdem gab es <a href="http://www.mindestenshaltbar.net/podcast" target="_blank">Podcasts zu ausgewählten Beiträgen</a>.</p>
<p>Wie gesagt: tot, leider. Eine &#8222;lebendige&#8220; Sammelstelle für Literaturblogs findet man unter <a href="http://www.litblogs.net/" target="_blank">Litblogs.net</a>, die schließlich im Untertitel schon &#8222;literarische Weblogs&#8220; heißen. Dort sind die Feeds von momentan 17 selbständigen literarischen Blogs versammelt. Das Projekt wurde 2004 von <a href="http://www.litblogs.net/markus-a-hediger/" target="_blank">Markus A. Hediger</a> und <a href="http://www.litblogs.net/hartmut-abendschein/" target="_blank">Hartmut Abendschein</a> gegründet und gedeiht und wächst seitdem sanft vor sich hin. Die Feeds aller Blogs sind dort direkt als Paket abonnierbar. Es lohnt sich wirklich, dort zu stöbern!</p>
<p>Einer der dort vertretenen Autoren ist <a href="http://www.litblogs.net/alban-nikolai-herbst/" target="_blank">Alban Nikolai Herbst</a> mit seinem <a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/" target="_blank">Weblog Die Dschungel</a>. Alban Nikolai Herbst heißt eigentlich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alban_Nikolai_Herbst" target="_blank">Alexander von Ribbentrop</a> und lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Bekannt wurde er wahrscheinlich vor allem durch einen &#8222;Literaturskandal&#8220;, gegen seinen <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3866380046?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3866380046" target="_blank">Roman &#8222;Meere&#8220;</a> hatte eine ehemalige Gefährtin 2003 eine einstweilige Verfügung erwirkt. Alban Nikolai Herbst (kurz auch ANH genannt) bloggt seit 2004 und nennt sein Blog auch &#8222;seinen Roman&#8220;. Dieser heißt nicht umsonst &#8222;Die Dschungel&#8220;, denn der Aufbau der Seite mit all den Unterkategorien und mit all den anderen Autoren, die neben ANH selbst auf &#8222;Die Dschungel&#8220; schreiben, ist höchst kompliziert und verschachtelt und außerdem von einer Vermischung von Fiktion und Realität gekennzeichnet. Das sollte einen vom Lesen aber keinesfalls abhalten. <a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/" target="_blank">Auf der Hauptseite</a> finden sich jeweils eigene und fremde Texte, aber manchmal auch Gedichte, die noch überarbeitet werden. Die Überarbeitung durch und nach Kommentierung wird so sichtbar, was ein höchstspannender Prozess ist. Außerdem gibt es<a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/topics/Arbeitsjournal/" target="_blank"> Albans Arbeitsjournal</a>, aus dem ersichtlich wird, dass der Arbeitstag des Autors jeweils gegen 5:30 Uhr beginnt. Auch als Mittel zur Selbstdisziplinierung gedacht (wenn ich das richtig verstanden habe), erfährt man dort, woran Alban arbeitet, welche Musik er hört und auch einiges aus seinem ganz persönlichen Leben. Mehr dazu kann man auch in der <a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/topics/tagebuch" target="_blank">Rubrik Tagebuch</a> lesen, wo allerdings nicht nur Alban selbst, sondern auch verschiedene andere Personen (von denen man nicht so genau weiß, ob es sie wirklich gibt) schreiben, die Identitäten bleiben unklar, was ja aber auch ganz reizvoll ist. Ein interessantes Projekt war auch <a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/topics/+W+E+R+K+S+T+A+T+T/" target="_blank">Albans Werkstatt</a>, eine virtuelle Literaturwerkstatt, die er in Zusammenhang mit seiner Poetikprofessur in Heidelberg begonnen hatte. Hier konnte jeder seine Texte einstellen, entweder einfach so oder zu einem gestellten Thema und Alban lektorierte und verbesserte. Sehr hilfreich und ein herausragender Service. Das Ganze ist inzwischen ins <a href="http://virtuellesseminar.blog.uni-heidelberg.de/" target="_blank">&#8222;Virtuelle Seminar&#8220; der Uni Heidelberg</a> verlegt worden, sicher auch einen Besuch wert!</p>
<p>Weitergehen soll es jetzt mit <a href="http://sudabehmohafez.de/vita.html" target="_blank">Sudabeh Mohafez</a>, einer in Teheran geborenen Schriftstellerin, die in Stuttgart lebt und schon mehrere<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3833304642?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3833304642" target="_blank"> Erzählungen</a> und einen <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3716023469?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3716023469" target="_blank">Roman</a> veröffentlicht hat. 2008 war sie für den Bachmannpreis nominiert, ebenfalls 2008 erhielt sie den MDR-Literaturpreis. Ihr Blog heißt ganz bescheiden <a href="http://eukapi.twoday.net/" target="_blank">&#8222;zehn zeilen &#8211; eukapirates versucht sich an der kleinen Form&#8220;</a>. Sie schreibt hier in unregelmäßigen Abständen jeweils 10 Zeilen nach der Methode: maximal 10 Minuten schreiben, maximal 2 Mal überarbeiten. Mit immer wieder interessanten Ergebnissen.</p>
<p>Auch <a href="http://turmsegler.net/autoren/" target="_blank">Benjamin Stein</a>, der in München lebt, hat schon Preise erhalten, unter anderem für seinen <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3250102725?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3250102725" target="_blank">Roman &#8222;Das Alphabet des Juda Liva&#8220;</a>, 1993 hat auch er am Bachmannwettbewerb teilgenommen. Auf seinem <a href="http://turmsegler.net/" target="_blank">Blog Turmsegler</a> erscheint ein Mix aus Rezensionen, aus Gedichten und Zitaten anderer Schriftsteller mit Kommentar, Berichten aus dem eigenen Leben und eigenen literarischen Texten. So kann man auch hier dem Entstehen literarischer Werke zusehen.</p>
<p>Ein wunderbarer Lyrik-Blog ist<a href="http://www.litblogs.net/helmut-schulze/" target="_blank"> Helmut Schulze</a>s Blog <a href="http://parallalie.twoday.net/" target="_blank">&#8222;Parallalie&#8220;</a>. Helmut Schulze lebt in Umbrien (Italien) und schreibt dort seine kleinen Texte.</p>
<p>Ein letzter Favorit von mir sind die <a href="http://niemandslandtage.twoday.net/" target="_blank">Niemandslandtage. &#8222;Nellas Niemandsland: Neurosen, Nettigkeiten und notwendiger Nonsens&#8220;</a> enthält kurze Texte in einer wunderschönen Sprache, die einen besonderen Reiz nochmal daraus gewinnen, dass völlig unklar bleibt, ob sie fiktiv oder autobiographisch sind.</p>
<p>Natürlich ist das nicht alles und, wie gesagt, die Auswahl höchst subjektiv. Dennoch wäre das mal ein Anfang für alle Interessierten. Weitersuchen und -lesen kann man dann auch noch in den <a title="Sprachspielerin" href="http://www.sprachspielerin.de/links/" target="_blank">Links meiner Blogroll in der Rubrik &#8222;Literaturteil&#8220; (und teilweise auch im Feuilleton)</a>.</p>


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		<title>Feuchtgebiete von Charlotte Roche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sprachspielerin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 15:19:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Germanistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Liebliches]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftliches]]></category>
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					<description><![CDATA[Ja, ich bin verdammt spät dran. Und das liegt nicht am exzellenten Service von Amazon, von dessen Schnelligkeit ich immer wieder begeistert bin, sondern ausschließlich an mir. Aber jetzt, nachdem meine Prüfungen endlich vorbei und sogar die Ergebnisse (mit denen ich mehr als zufrieden bin) schon da sind, habe ich ja ausreichend Zeit, auch mal &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="entry-content" itemprop="text">
<p>Ja, ich bin verdammt spät dran. Und das liegt nicht am exzellenten Service von <a title="amazon" href="http://www.amazon.de/gp/product/3866048726?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3866048726" target="_blank" rel="noopener">Amazon</a>, von dessen Schnelligkeit ich immer wieder begeistert bin, sondern ausschließlich an mir. Aber jetzt, nachdem meine <a title="Sprachspielerin" href="http://www.sprachspielerin.de/2008/06/28/sommerferien/" target="_blank" rel="noopener">Prüfungen endlich vorbei</a> und sogar die Ergebnisse (mit denen ich mehr als zufrieden bin) schon da sind, habe ich ja ausreichend Zeit, auch mal besagte Zeit zu verplempern. Denn dass die Lektüre der <a title="amazon" href="http://www.amazon.de/gp/product/3832180575?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3832180575" target="_blank" rel="noopener"><em>Feuchtgebiete</em> von Charlotte Roche</a> eher in den Bereich der &#8218;Zeitverschwendung&#8216; fallen würde (und zusätzlich &#8218;Geldverschwendung&#8216;), war mir eigentlich von Anfang an klar. Aber: die Neugier obsiegte.</p>
<p>Um es kurz zu machen: obwohl das Buch auf jeder Seite nach Skandal schreit, war ich weder schockiert, noch fühlte ich mich provoziert, noch habe ich das Buch vor Ekel aus der Hand legen müssen, wie einige berichten. Das mag an meiner recht hohen &#8218;Ekelgrenze&#8216; liegen, die schon lange durch Henry Millers <a title="amazon" href="http://www.amazon.de/gp/product/3499158205?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3499158205" target="_blank" rel="noopener"><em>Opus pistorum</em></a>, <a title="amazon" href="http://www.amazon.de/gp/product/3499128934?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3499128934" target="_blank" rel="noopener"><em>Das obszöne Werk</em></a> Georges Batailles oder durch die <a title="amazon" href="http://www.amazon.de/gp/product/3938478160?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3938478160" target="_blank" rel="noopener">Werke</a> des <a title="amazon" href="http://www.amazon.de/gp/product/3866470479?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3866470479" target="_blank" rel="noopener">Marquis de Sade</a> geschult ist (allesamt aber deutlich bessere Bücher). Die Provokation ist also zumindest bei mir (<a href="http://xn--krmel-lva.com/?p=504" target="_blank" rel="noopener">aber nicht nur bei mir</a>) missglückt. Das wäre nicht weiter schlimm, hätte man nicht bei jedem Wort das Gefühl, dass dieses Buch unbedingt provozieren will! Die <em>Feuchtgebiete</em> sind aber auch kein erotisches Buch, kein &#8218;Porno&#8216; , wie <a title="taz" href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/schleimporno-gegen-hygienezwang/" target="_blank" rel="noopener">manchmal geschrieben</a> wurde (obwohl es ab und an auch um Analsex, Bordells und Masturbation geht), zumindest nicht in dem Sinne, dass sie beim Lesen erregen würden. Auch mit dieser Meinung bin ich nicht alleine.</p>
<p>Das Problem aber ist: das Buch ist noch nicht einmal besonders unterhaltsam. Okay, an ein, zwei Stellen musste ich schmunzeln, das war es aber auch schon. Und alles, was das Buch zu sagen hat, ist eigentlich auf den ersten zehn bis zwanzig Seiten schon gesagt. Danach, spätestens aber ab Seite 100 (und das Buch hat 220 Seiten) ist es wirklich nur noch langweilig. Wenn auf den ersten Seiten schon zehnmal das Wort &#8218;Arschficken&#8216; oder &#8218;Muschischleim&#8216; steht, dann finde ich es beim elften Mal auch nicht mehr aufregend, sondern fast schon normal. Wenn mir schon erzählt wurde, dass die Protagonistin Helen Memel gerne besagten &#8218;Muschischleim&#8216;, ihre Popel und ihren Wundschorf aufisst, finde ich es wenig überraschend, dass sie dies auch mit dem Inhalt ausgedrückter Pickel, den Ablagerungen an den Augen nach dem Schlafen und mit Ohrenschmalz tut. Habe ich irgendetwas vergessen? Nun, sie isst quasi alles, was ihr Körper so produziert und das wird eben in aller Ausführlichkeit aufgezählt, variiert und breitgetreten. Nunja.</p>
<p>Ich habe leider aber auch noch mehr Probleme mit diesem Buch: ich finde diese Protagonistin Helen überhaupt nicht überzeugend. Natürlich ist sie ohnehin eine Karikatur, aber niemals eine 18jährige! Sie wünscht sich ein Kind und lässt sich mit 18 heimlich sterilisieren (den Arzt, der das macht, soll mir Charlotte Roche aber mal zeigen!). Sie zeichnet ihre Mutter als schreckliche, neurotische, hochgradig gestörte Person, ihren Vater nur als halbgestört, will ihm aber eine &#8218;Wiedervereinigung&#8216; mit der Mutter (das ist ja ihr großes Ziel!) antun? Sie macht die größten Schweinereien und verwendet dann dennoch mädchenhaft-kindliche Ausdrücke wie &#8218;Muschi&#8216; und &#8218;Kacka&#8216;? Verzeihung, aber da fielen mir auf Anhieb jede Menge &#8217;schmutzigere&#8216; Ausdrücke ein. Aber vielleicht ist das einfach der nötigen Variation geschuldet. Ich finde jedenfalls, das passt alles nicht, das geht weit über einen &#8218;widersprüchlichen Charakter&#8216; hinaus, das ist einfach unglaubwürdig.</p>
<p>Und neben dem Essen sämtlicher Körperausscheidungen (was ja erstmal niemandem schadet) kommen wir noch zu den &#8218;ganz ekligen&#8216; Stellen: dass Helen im Rausch die vermischte Kotze von sich und ihrer Freundin trinkt, nunja, das wird durch die Drogen ja halbwegs entschuldigt. Aber dass sie ihre Tampons auf dem Boden öffentlicher Toiletten zwischenlagert und dort die Klobrillen offensichtlich mit Vorliebe erstmal mit ihren Schamlippen ab- und sauberwischt, um zu beweisen, dass sie sich trotzdem keinen Pilz einfängt, Entschuldigung, das hat weder mit Körperbewusstsein, mit Kampf gegen den Hygienezwang, noch mit &#8218;Natürlichkeit&#8216;, noch mit Coolness irgend etwas zu tun, das ist einfach nur noch Dummheit. Lachen kann ich darüber leider auch nicht, vielleicht sollte man das.</p>
<p>Die Handlung: wie gesagt, da passiert nicht viel, es ist ein einziger innerer Monolog der Protagonistin, die im Krankenhaus liegt, über Hygiene und deren Gegenteil nachdenkt, ein bisschen aus ihrem kurzen Leben erzählt und unbedingt ihre Eltern wieder zusammenbringen will (was ich nicht begreifen kann, aber vielleicht liegt das daran, dass ich kein Scheidungskind bin). Nach einer Notoperation (die sie durch Selbstverletzung absichtlich herbeigeführt hat, um noch eine längere Chance zur Elternwiedervereinigung an ihrem Krankenbett zu bekommen), gibt sie diesen Plan aber urplötzlich und (für mich) ohne erkennbaren Grund wieder auf. Die ganze Eltern-und-Scheidungskind-Handlung bleibt irgendwie seltsam undeutlich, oberflächlich, aufgesetzt. Stattdessen verliebt sich Helen dann in den braven (und sehr blass gezeichneten) Krankenpfleger (dem sie einige ihrer Geschichten erzählt und der ihre &#8218;Arschwunde&#8216; nach der Hämorrhoiden-OP fotografieren muss) und naja, das Ende, das ist wirklich die Krönung, die Krönung des Unpassenden und Unglaubwürdigen&#8230;</p>
<p>Die oft kritisierte Sprache finde ich nun gar nicht so schrecklich, sondern durchaus dem Thema angemessen, über diese Themen in hochliterarischer Sprache unterrichtet zu werden, macht auch nicht unbedingt mehr Vergnügen. Die Sprache ist (vom Anlass ausgehend) weder besonders schlecht, noch besonders gut, aber auch Charlotte Roche selbst würde höchstwahrscheinlich nicht behaupten, damit ein literarisches Meisterwerk vorgelegt zu haben. Was andere mit <a title="zeit" href="http://blog.zeit.de/sex/?p=603" target="_blank" rel="noopener">&#8222;schlecht lektoriert&#8220; </a>meinen, verstehe ich aber nicht ganz&#8230; Unangenehm finde ich höchstens die Ausdrucksweise &#8222;auf Klo&#8220;, die dauernd benutzt wird.</p>
<p>Jetzt kommt aber erst das Schlimmste: Charlotte Roche behauptet ja in Interviews immer, sie habe in <em>Feuchtgebiete</em> gegen den Hygienewahn und Rasurzwang anschreiben wollen, gegen Intimwaschlotionen, parfümierte Slipeinlagen und das den Frauen antrainierte Gefühl, &#8218;untenrum&#8216; schmutzig zu sein und zu stinken. Man kann sich darüber streiten, ob das heutzutage und außerhalb von Amerika überhaupt notwendig ist, aber das ist ja durchaus ein hehres Motiv, das man ihr als Bonus anrechnen sollte! Aber, wie auch schon <a title="zeit" href="http://blog.zeit.de/sex/?p=603" target="_blank" rel="noopener">Sigrid Neudecker geschrieben</a> hat: die Protagonistin wettert zwar gegen Intimrasur und den angeblichen &#8218;Rasurzwang&#8216; ist selbst aber mit großer Freude komplett rasiert (also außer am Kopf an allen verfügbaren Körperstellen). Macht das irgendeinen Sinn? Und ich möchte darauf noch aufbauen, denn das größte Problem ist doch, dass dieses Buch sein ehrenwertes Anliegen &#8211; Sexualität und Körper mit all seinen Begleiterscheinungen und Folgen als etwas natürliches, normales darzustellen &#8211; selbst konterkariert. Denn dieses Buch spielt (und hier setze ich einfach einmal voraus: bewusst) mit dem Ekel, so dass es wiederum genau das erzeugt, wogegen es eigentlich vorgehen möchte: das Angewidertsein von Körperlichkeit und Körpersäften.</p>
<p><em>Feuchtgebiete</em> erzeugt keinen &#8218;heilsamen Schock&#8216;, nach dem die Leserin beruhigt ihre Slipeinlagen weglässt (was ja wirklich gesünder ist!), sich ihrem Liebhaber nicht immer zwanghaft frisch geduscht, parfümiert und komplettrasiert präsentieren muss, sondern verstärkt doch noch den Ekel vor all dem, was da in unserem Körper vorgeht und aus ihm herauskommt! Es baut nicht wirklich Hemmungen ab, wenn von Fürzen beim Sex und den braunen Flecken nach dem Analsex die Rede ist! Es führt nicht zu mehr &#8218;Natürlichkeit&#8216; und Unverkrampftheit, wenn man vorgeführt bekommt, wie jemand sämtliche Körperausscheidungen verspeist. Dieses Buch versagt meiner Meinung nach bei seinem eigenen Anliegen vollständig und das ist ja wohl der größte Vorwurf, den man diesem Buch machen kann.</p>
<p>Meine Empfehlung also: mal in die Interviews <a title="youtube" href="http://www.youtube.com/results?search_query=charlotte+roche+feuchtgebiete&amp;search_type=" target="_blank" rel="noopener">auf YouTube reinschaue</a>n (ich empfehle besonders <a title="youtube" href="http://www.youtube.com/watch?v=RGGQLv3DNII" target="_blank" rel="noopener">das im NDR</a>, aber auch der <a title="youtube" href="http://www.youtube.com/watch?v=kEbJGkCimHY" target="_blank" rel="noopener">2. Teil bei Kerner</a> ist unterhaltsam), denn hier ist Charlotte Roche deutlich besser, lustiger, lockerer und interessanter als in ihrem Buch. Und wer mag, kann auch die ersten zwanzig Seiten von Feuchtgebiete im Buchladen anlesen. Das reicht für einen Eindruck, macht erstmal auch ein bisschen Spaß, aber danach kommt wie gesagt nicht mehr viel. Und vielleicht züchte ich ja mal ein Avocadobäumchen. Und einen kleinen Vorteil hat das Buch ja tatsächlich auch, wie <a title="literaturcafe" href="http://www.literaturcafe.de/feuchtgebiete-fuer-alle/" target="_blank" rel="noopener">im Literaturcafé zu lesen </a>steht: plötzlich reden alle mal wieder über ein Buch! Ansonsten können einem die Feuchgebiete <a title="lesekreis" href="http://lesekreis.org/2008/04/07/denis-scheck-gehen-die-feuchtgebiete-am-a-vorbei/" target="_blank" rel="noopener">wie Herrn Denis Scheck aber auch einfach am Arsch vorbeigehen</a>.</p>
<hr />
<p>Und hier noch ein Exkurs für all jene, die an weiblichen Dingen &#8218;untenrum&#8216; näher interessiert sind, alle anderen <strong>überspringen das bitte!</strong></p>
<p>Was mich auch gestört hat, ist, dass das Buch, was den &#8218;Muschischleim&#8216; betrifft, schlichtweg schlecht recherchiert ist. Das kann man der Protagonistin Helen anlasten, die sich eben ihre Gedanken macht, ohne besonders gut informiert zu sein, aber eigentlich erwarte ich schon etwas Genauigkeit von einem Buch, das sich dermaßen ausführlich mit weiblicher Anatomie und weiblichen Ausscheidungen beschäftigt. Helen redet nämlich statt von &#8218;Muschischleim&#8216; auch oft von ihrem &#8218;<a title="wiki" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Smegma" target="_blank" rel="noopener">Smegma</a>&#8218;, wenn sie den <a title="wiki" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zervixschleim#Zervixschleim" target="_blank" rel="noopener">Zervixschleim</a> meint und behauptet so, dieses Smegma käme nicht davon, dass man sich nicht ausreichend wäscht. Im Lexikon (und bei Wikipedia) steht nämlich: &#8222;Mit bloßem Auge sichtbare Ansammlungen von Smegma können sich nur bei mangelnder Intimhygiene bilden&#8220; und dem widerspricht sie heftigst, mit dem Hinweis auf ihr beflecktes Höschen (S.22-23).</p>
<p>Jetzt besteht da aber einfach ein Unterschied: der Zervixschleim fließt vom Gebärmutterhals (lat. Cervix) durch die Scheide nach draußen, zur Selbstreinigung, und das passiert tatsächlich dauernd, mit oder ohne Waschen. Das ist der &#8218;Muschischleim&#8216;, den Helen in ihrer Unterhose findet oder ins Klo fließen sieht und der ganz normal ist. Und &#8218;Smegma&#8216; heißen eben tatsächlich nur die dadurch entstehenden und nach einer Weile unangenehm riechenden Ablagerungen in den Hautfalten der Schamlippen und um die Klitoris und die haben eben wirklich mit &#8218;mangelnder Intimhygiene&#8216; zu tun, ganz anders als der Zervixschleim.</p>
<p>Helen erzählt auch davon, wie sich die Konsistenz dieses Smegmas verändere, &#8222;mal wie Hüttenkäse, mal wie Olivenöl, je nachdem, wie lange ich mich nicht gewaschen habe&#8220; (S.51). Auch das ist kompletter Unsinn. Wie gesagt kommt der Zervixschleim von innen, seine Konsistenz lässt sich durch Waschen nicht beeinflussen, sondern unterliegt vielmehr den Veränderungen im weiblichen Zyklus, in dessen Lauf sich auch die Konsistenz des Schleims verändert. Soviel zur Genauigkeit von dem, womit sich dieses Buch hauptsächlich beschäftigt.</p>


</div>
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		<title>Rowohlt-Liebe zum 100.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sprachspielerin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 09:32:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dazwischen]]></category>
		<category><![CDATA[Alltägliches]]></category>
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					<description><![CDATA[Schon immer habe ich den Rowohlt-Verlag geliebt, mein absoluter Favorit unter den Verlagen, natürlich wegen der dort veröffentlichten Autoren: Simone de Beauvoir ist dort, Jean-Paul Sartre und Albert Camus auch, außerdem Wolfgang Borchert, Ernest Hemingway, Henry Miller und Philip Roth, Paul Auster und Siri Hustvedt, Virginie Despentes, Nicholson Baker und James Salter, Tahar Ben Jelloun &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="entry-content" itemprop="text">
<p align="justify">Schon immer habe ich den Rowohlt-Verlag geliebt, mein absoluter Favorit unter den Verlagen, natürlich wegen der dort veröffentlichten Autoren: <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=simone%20de%20beauvoir&amp;tag=diesprach-21&amp;index=books&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" title="Amazon">Simone de Beauvoir</a> ist dort, <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=jean-paul%20sartre&amp;tag=diesprach-21&amp;index=books&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" title="Amazon">Jean-Paul Sartre</a> und <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=albert%20camus&amp;tag=diesprach-21&amp;index=books&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" title="Amazon">Albert Camus</a> auch, außerdem <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=wolfgang%20borchert&amp;tag=diesprach-21&amp;index=books&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" title="Amazon">Wolfgang Borchert</a>, <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=ernest%20hemingway&amp;tag=diesprach-21&amp;index=books&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" title="Amazon">Ernest Hemingway</a>, <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=henry%20miller&amp;tag=diesprach-21&amp;index=books&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" title="Amazon">Henry Miller</a> und <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=philip%20roth&amp;tag=diesprach-21&amp;index=books&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" title="Amazon">Philip Roth</a>, <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=paul%20auster&amp;tag=diesprach-21&amp;index=books&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" title="Amazon">Paul Auster</a> und <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=siri%20hustvedt&amp;tag=diesprach-21&amp;index=books&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" title="Amazon">Siri Hustvedt</a>, <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=virginie%20despentes&amp;tag=diesprach-21&amp;index=books&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" title="Amazon">Virginie Despentes</a>,<span style="text-decoration: underline;"></span> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499241242?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3499241242" target="_blank" title="Amazon">Nicholson Baker</a> und <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3833304804?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3833304804" target="_blank" title="Amazon">James Salter</a>, <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=tahar%20ben%20jelloun&amp;tag=diesprach-21&amp;index=books&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" title="Amazon">Tahar Ben Jelloun</a> und auch <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=helmut%20krausser&amp;tag=diesprach-21&amp;index=books&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" title="Amazon">Helmut Krausser</a> und <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&amp;keywords=michel%20houellebecq&amp;tag=diesprach-21&amp;index=books&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" title="Amazon">Michel Houellebecq</a> teilweise, um nur eine unvollständige und völlig ungeordnete Liste einiger meiner großen &quot;Idole&quot; hier anzuführen. Ich habe Rowohlt immer geliebt und es war und blieb mein Traum, einmal dort ein Buch zu veröffentlichen, mich so einzureihen zwischen diese großen Namen.</p>
<p align="justify"> Außerdem gibt es da natürlich auch noch die wunderbaren Rowohlt-Monographien, die ich reihenweise verschlungen habe. Über die roten Rowohlt-Reihen mit Sartre-Büchern in meinem Bücherschrank und darüber, dass ich in einem gewissen Alter immer eines davon mit mir herumschleppte (weshalb einige Bände auch völlig zerfleddert sind), hatte ich ja <a title="Sprachspielerin" target="_blank" href="http://www.sprachspielerin.de/2008/01/09/simone-und-so/">schon einmal geschrieben</a>. Ich mochte immer dieses Kürzel und das Logo rororo und an den seltsamen Ort &#8218;Reinbek&#8216;, über den man sonst wahrscheinlich nie etwas gehört hätte, habe ich mich auch nur anfangs gewundert.</p>
<p align="justify">Ich wollte also ohnehin schon einmal einen Artikel über Rowohlt schreiben und ein Loblied singen, jetzt habe ich aber erfahren, dass mein Lieblingsverlag dieses Jahr auch noch seinen 100. Geburtstag feiert (er wurde nämlich 1808 in Leipzig gegründet), dieser Verlag, über den Joachim Güntner zu diesem Anlass <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/enthusiasmus_und_purzelbaeume_1.688795.html" target="_blank" title="NZZ">in der NZZ schreibt</a>:</p>
<div align="justify">
<blockquote>
<p>Rowohlt ist nicht so gediegen wie S. Fischer, nicht so nüchtern wie C. H. Beck, nicht so intellektuell wie Suhrkamp. Dafür spritziger, beweglicher, frecher, modischer.</p>
</blockquote>
</div>
<p align="justify">Das bringt es ganz gut auf den Punkt, finde ich: Rowohlt hat dieses gewisse Etwas, ein aufregendes, ein bisschen anrüchiges, anstößiges, erotisches, modernes und avantgardistisches Etwas, finde ich. Also gehen hiermit die herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag von mir an meinen Lieblingsverlag! Die<a title="rowohlt" target="_blank" href="http://www.rowohlt.de/100"> Jubiläums-Website</a> (mit <a title="rowohlt" target="_blank" href="http://www.rowohlt.de/rundgang/index.html">virtuellem Rundgang</a> durchs Verlagsgebäude und sogar einem <a title="rowohlt" target="_blank" href="http://www.hierschreibenwir.de/wordpress/index.php">Jubiläums-Blog</a>) kann sich übrigens wirklich sehen lassen und ist einen Besuch wert!</p>
<p align="justify">Nur eine, eine einzige kleine Kritik habe ich: könnt ihr euch noch an die Pfandbrief-Werbung in alten Rowohlt-Büchern erinnern? Erst kürzlich ist mir in einer etwas älteren Ausgabe (1970) des Standardwerks von Marian Szyrocki zur <a title="Amazon" target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/3150099242?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3150099242">deutschen Literatur des Barocks</a> (damals in der Reihe &#8218;Rowohlts deutsche Enzyklopädie&#8216;) wieder so eine vergilbte Seite aufgefallen:</p>
<p align="center"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="221" height="400" align="absmiddle" style="margin: 10px;" alt="Poetischer_Trichter.jpg" src="http://www.sprachspielerin.de/wp-content/photos/2008_04/Poetischer_Trichter.jpg" /></p>
<p>Der Werbetext dazu lautet (wobei zu beachten ist, dass es sich beim &#8218;<a title="Amazon" target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/3487040689?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3487040689">Poetischen Trichter</a>&#8218; um ein barockes Literatur-Lehrbuch von 1647 von <a title="Wiki" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Philipp_Harsd%C3%B6rffer">Georg Philipp Harsdörffer</a><strong> </strong>handelt, das dem Schüler die &#8218;Teutsche Dicht- und Reimkunst&#8216; &quot;<em>in Vl. Stunden einzugiessen&quot; </em>fähig sein soll):</p>
<blockquote>
<p>Ein poetischer Trichter &#8230; macht aus einem prosaischen Menschen nicht in sechs Stunden einen Dichter und Reimer. Und eine Anzeige macht nicht in sechs Minuten aus einem Autofan einen Eisenbahnfahrer, aus einem Weltenbummler einen Eigenheimsparer, aus einem Wasserscheuen einen Badefreund, aus einem Verschwender einen Sparsamen. So soll hier gar nicht erst versucht werden, den Leichtfüßigen, Prassern, Geldverschleuderern und Sparmuffeln, Habenichtsen und Ewigborgern die &#8218;Teutsche Spar- und Zinskunst&#8216; einzugießen. [&#8230;]
</blockquote>
<p>Und das Frappierende und höchst Angenehme daran ist ja, dass man sich da wirklich die Mühe gemacht hat, die Werbung dem Buch anzupassen, sie thematisch intelligent einzupassen, zusätzlich noch ein &#8218;barockes&#8216; Bild zu malen und einen ziemlich amüsanten, sprachlich durchaus eleganten und ironischen Text dazu zu schreiben! Mir hat das immer sehr gefallen und da kommt meine einzige, kleine Kritik: könnte man das nicht wieder machen, diese lustige und hübsche Pfandbrief-Werbung? Die gehörte doch irgendwie dazu und fehlt mir schon sehr in den neuen Büchern!</p>

<p>Linktips zum 100. Geburtstag des Rowohlt-Verlags:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.rowohlt.de/100" target="_blank" title="rowohlt">Jubiläums-Seite</a> des Rowohlt-Verlags</li>
<li><a href="http://www.rowohlt.de/rundgang/index.html" target="_blank" title="rowohlt">Virtueller Rundgang durchs Verlagsgebäude</a></li>
<li><a href="http://www.hierschreibenwir.de/wordpress/index.php" target="_blank" title="rowohlt">Jubiläumsblog</a> der Rowohlt-Autoren</li>
<li><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/enthusiasmus_und_purzelbaeume_1.688795.html" target="_blank" title="NZZ">Geburtstagsartikel</a> &quot;Enthusiasmus und Purzelbäume&quot; von Joachim Güntner in der NZZ</li>
<li><a href="http://www.faz.net/s/Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E41842A8B29874E31A5BB34BC06BB42B2~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell" target="_blank" title="FAZ">Interview mit Alexander Fest</a> &quot;Werden wir ewig lesen, Herr Fest?&quot; von Frank Schirrmacher und Felicitas von Lovenberg in der FAZ</li>
<li><a href="http://www.welt.de/kultur/article1780822/Das_Abenteuer_namens_Rowohlt.html" target="_blank" title="Welt">Geburtstagsartikel</a> &quot;So abenteuerlich ging es bei Rowohlt zu&quot; von Uwe Wittstock in der Welt</li>
</ul>


</div>
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		<item>
		<title>Vom Weinen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sprachspielerin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jan 2008 08:24:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dazwischen]]></category>
		<category><![CDATA[Alltägliches]]></category>
		<category><![CDATA[Germanistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzliches]]></category>
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					<description><![CDATA[Weshalb wir gähnen, ist uns vor kurzem sachkundig erklärt worden. Aber das mit dem Weinen ist beinahe noch komplizierter. Wieso, wann, was passiert da? Die banalste Erklärung ist natürlich: zu viel Tränenflüssigkeit, die muss ja irgendwo hin, also läuft sie eben über. Dass dies bei Menschen (aber vielleicht nicht nur bei Menschen) oft mit emotionaler &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="entry-content" itemprop="text">
<p>Weshalb wir gähnen, ist uns vor kurzem <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/03/gaehnen-wir-weil-wir-muede-sind-oder-sind-wir-muede-weil-wir-gaehnen-betrachtungen-eines-alltaeglichen-phaenomens-werkstattnotiz-lii/" target="_blank" title="Wissenswerkstatt">sachkundig erklärt</a> worden. Aber das mit dem Weinen ist beinahe noch komplizierter. Wieso, wann, was passiert da? Die banalste Erklärung ist natürlich: zu viel Tränenflüssigkeit, die muss ja irgendwo hin, also läuft sie eben über. Dass dies bei Menschen (aber vielleicht nicht nur bei Menschen) oft mit emotionaler Erregung einhergeht, ist auch bekannt. Dass es sich vor allem auch um ein <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/400/132160/" target="_blank" title="SZ">Signal für andere Menschen</a> handelt, einen Appell an deren Gefühle, ist unbestritten. Dennoch kann und wird ja auch allein geweint und Tränen wirken dabei vielleicht wie ein körpereigenes <a title="hk" target="_blank" href="http://www.helles-koepfchen.de/warum-weinen-wir.html">Beruhigungsmittel</a>.</p>
<p>Aber wo kommen all diese Tränen dann so plötzlich her? Wieso &#8218;macht&#8216; die unser Körper auf einmal und wo? Im Mittelalter glaubte man ja (wie man in vielen höfischen Romanen und Epen nachlesen kann), dass die Tränen im Herzen entstehen und von dort aufsteigen, ihren Weg vom Herzen aus durch den Körper über eine direkte Verbindung zu den Augen nehmen und dort dann hinausfließen. So heißt es im <em>Willehalm</em> Wolframs von Eschenbach zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>Sus saz diu klagende vrouwe<br />mit dem herzen touwe,<br />daz uzer brust durh diu ougen vloz,<br />ir liehten blicke ein teil begoz.</p>
<p>So saß die klagende Dame<br />im Tau ihres Herzens,<br />der aus ihrer Brust in die Augen trat<br />und ihr klares Antlitz netzte.</p>
<p><font size="1"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3110178354?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3110178354" target="_blank" title="Amazon">Wolfram von Eschenbach: Willehalm</a>, de Gruyter 2003, 268,2-5, Übersetzung von Dieter Kartschoke</font></p></blockquote>
<p>Schön, oder? Und im Mittelalter durften auch Männer weinen, nein, sie mussten geradezu, um Trauer angemessen nach außen zu zeigen (neben Händeringen, Haareraufen und Klagen). Aus dem Herzen kommen die Tränen also, über einen extra &#8218;Tränenkanal&#8216;. Das will mir doch eigentlich mehr einleuchten als andere, neuere Erklärungen. Obwohl mir das mit dem &#8218;Herzenstau&#8216; als körpereigenem Beruhigungsmittel, schmerzlindernd, gar <a href="http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/cstuecke/20697/index.html" target="_blank" title="3sat">morphiumähnlich</a>, auch gefällt. Könnte man vielleicht Döschen und Tütchen vollweinen und dann teuer auf dem Drogenmarkt verkaufen? Das wäre doch mal eine neue Erwerbsquelle!</p>


</div>
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		<title>Solche Tage</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sprachspielerin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Jan 2008 08:20:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Alltägliches]]></category>
		<category><![CDATA[Germanistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftliches]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie kennen solche Tage ja sicher. Solche Tage, an denen es das wunderbarste Wetter hat, bis, ja bis Sie das Haus verlassen wollen. Sie binden sich also eilig die Schuhe. Ja, und genau dann reißt natürlich ein Schnürsenkel. Nachdem Sie dann mit einem anderen Paar Schuhen an den Füßen aus dem Haus treten, beginnt es &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="entry-content" itemprop="text">
<p>
Sie kennen solche Tage ja sicher. Solche Tage, an denen es das wunderbarste Wetter hat, bis, ja bis Sie das Haus verlassen wollen. Sie binden sich also eilig die Schuhe. Ja, und genau dann reißt natürlich ein Schnürsenkel. Nachdem Sie dann mit einem anderen Paar Schuhen an den Füßen aus dem Haus treten, beginnt es urplötzlich heftig zu regnen. Solche Tage meine ich. Solche Tage, an denen Sie außerdem &#8211; ohne sich irgendeiner Schuld bewusst zu sein, ohne auch nur den Anflug eines Katers zu haben &#8211; unter dem sogenannten &#8218;Dummheitskopfschmerz&#8216; leiden.</p>
<p>Der Dummheitskopfschmerz ist keine Migräne, er präsentiert sich nicht wegen irgendwelcher durcheinandergetrunkener Alkoholika der letzten Nacht, er schmerzt noch nicht einmal richtig, drückt kaum, spannt nur ein wenig, reicht aber aus, damit Sie sich den ganzen Tag über ein wenig matt, beeinträchtigt, erledigt, müde, jedenfalls nicht ganz auf der Höhe fühlen. &#8218;Dumm&#8216; eben. Und wie gesagt, rührt der gemeine Dummheitskopfschmerz noch nicht einmal von irgendwelchen Exzessen her (dann lohnte er sich womöglich immerhin), nein, nur daher, vielleicht etwas zu wenig Wasser getrunken, zu kurz oder aber auch zu lang geschlafen zu haben. Im Grunde also nur Ihre eigene &#8218;Dummheit&#8216;, dass Sie ihn haben.</p>
<p>Dennoch ist es sehr gut zu wissen, dass Ärzten diese Diagnose bislang unbekannt geblieben ist, denn wer hört schon gern von seinem akademisch gebildeten Arzt: &quot;Sie leiden nur unter Dummheitskopfschmerz, da kann ich leider nichts für Sie tun, ob er vergeht, weiß ich nicht zu sagen, bei manchen Menschen ist das angeboren und dauerhaft.&quot; Nein danke!</p>
<p>An solchen Tagen jedenfalls, schon müde beim Aufstehen und irgendwie verdattert, vom Dummheitskopfschmerz geplagt, gebeutelt von der zuverlässigen Widrigkeit des Wetters und dem vorauszuberechnenden Reißen des Schnürbands im ungünstigstmöglichen Augenblick, fragen Sie sich schon mal, ob sich da irgendein höheres Wesen eigentlich über Sie amüsiert und auf Ihre Kosten lustig macht, anders ist das ja kaum zu erklären.</p>
<p>Sie beschließen also, lieber zu Hause zu bleiben, bevor noch mehr passiert und schlagen <a title="Amazon" target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/3110144794?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3110144794">ein Buch zum</a> <em>Willehalm</em> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfram_von_Eschenbach" target="_blank" title="Wiki">Wolframs von Eschenbach</a> auf und lesen den schönen Satz, dass ein Ritter in der großen Schlacht zwischen Christen und Heiden &quot;schwer verwundert&quot; worden sei. Nein, kein Verleser, das steht da wirklich! Eine sehr hübsche pazifistische Utopie der Verfasser eigentlich: man stelle sich vor, wie sich da die beiden riesigen und tödlich verfeindeten Heere gegenüberliegen und statt zu kämpfen, verwundern sich die tapferen Ritter gegenseitig (und dann auch noch schwer!) und ziehen letztlich wahrscheinlich höchst irritiert und friedlich von dannen. Auch eine gute Lösung!</p>
<p>Dann schlagen Sie aber ein Buch zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pest" target="_blank" title="Wiki">Pest</a> im Spätmittelalter auf und müssen erstmal minutenlang über den Titel des Aufsatzes sinnieren, denn dieser lautet: &quot;Busse in Zeiten des Schwarzen Todes&quot;. Und dann begreifen Sie langsam: nein, da geht es doch nicht um neue, spektakuläre Erkenntnisse&nbsp; der Wissenschaft zur Entwicklung motorisierter Fahrzeuge und automobiler Innovationen, jetzt doch schon im 14. Jahrhundert! Nein, es geht schlicht und einfach um den völlig willkürlichen und verwirrenden Einsatz der ss/ß-Schreibung. Denn natürlich gab es im Spätmittelalter deutlich weniger Busse als heutzutage, dafür aber sicherlich deutlich mehr &#8218;Buße&#8216;, gerade in Zusammenhang mit der Pest, der angeblichen &#8218;Strafe Gottes&#8216;, und der Untertitel lautet dann auch &#8218;Die Züge der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flagellanten" target="_blank" title="Wiki">Geissler</a>&#8218;.</p>
<p>Nach dieser Erkenntnis können Sie das Buch beruhigt wieder schließen, in Ihrem Zustand und für den Dummheitskopfschmerz ist Lesen ohnehin nicht anzuraten, am besten Sie gehen gleich wieder ins Bett, denn sonst passiert Ihnen am Ende auch noch <a href="http://derbe.blogger.de/stories/1022024/" target="_blank" title="miagolare">sowas</a>.</p>

<p>Literaturtips:</p>
<ul>
<li><a title="Amazon" target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/3110178354?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3110178354">Wolfram von Eschenbach: Willehalm</a> (mittelhochdeutscher Text und Übersetzung)</li>
<li><a title="Amazon" target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/3476180360?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3476180360">Joachim Bumke: Wolfram von Eschenbach</a></li>
<li><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3406459188?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3406459188" target="_blank" title="Amazon">Klaus Bergdolt: Der schwarze Tod in Europa</a>. Die große Pest und das Ende des Mittelalters.</li>
</ul>


</div>
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		<title>Wassermüde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sprachspielerin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Dec 2007 14:23:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dazwischen]]></category>
		<category><![CDATA[Germanistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Lustiges]]></category>
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					<description><![CDATA[Kennt ihr das, wenn ihr einem unbekannten Wort begegnet, ihr darüber nachdenkt, es nachfragt, nachschlagt, nachlest, um herauszufinden, was es bedeutet? Wenn ihr es dann wisst, das Wort wiederlest, bis euch das Wort selbstverständlich erscheint? Und kennt ihr auch das, wenn es dann noch einmal irgendwo steht und dieses Wort plötzlich das Sonderbare, das Wundersame &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="entry-content" itemprop="text">
<p>Kennt ihr das, wenn ihr einem unbekannten Wort begegnet, ihr darüber nachdenkt, es nachfragt, nachschlagt, nachlest, um herauszufinden, was es bedeutet? Wenn ihr es dann wisst, das Wort wiederlest, bis euch das Wort selbstverständlich erscheint? Und kennt ihr auch das, wenn es dann noch einmal irgendwo steht und dieses Wort plötzlich das Sonderbare, das Wundersame des ersten Mals wiedergewinnt und euch fremd wird, angenehm fremd, so dass ihr wieder darüber grübeln, euch wundern könnt, das Wissen im Hinterkopf, aber doch so, als wüsstet ihr nichts?</p>
<p>So erging es mir mit dem mittelhochdeutschen Wort <em>wazzermüede</em>, einmal im Kommentar des Buchs die Bedeutung nachgelesen, dann immer wieder drüberhingelesen, ohne Stocken und dann doch einmal innegehalten dabei und mich wieder gewundert und gefragt und gefreut an diesem sonderbaren Wort.</p>
<p>Was könnte wassermüde eigentlich heißen? Wenn man sehr viel getrunken hat, so viel dass der Bauch schon gluckert bei jeder Bewegung oder wenn man ihn anstupst, so viel, dass man beim besten Willen nicht noch mehr Wasser trinken könnte? Oder heißt wassermüde einfach, dass man doch lieber zu Wein, Bier, Sekt oder Schnaps statt Wasser übergehen möchte am Abend? Und was bedeutet es, wenn man sich daran erinnert, dass auch Menschen zu einem Großteil aus Wasser bestehen? Sind Misanthropen einfach nur wassermüde, nicht menschenmüde? Und kann man dann das Fremdgehen rechtfertigen, mit diesem Wort und es wäre einem eben einfach nach einem Glas frischen Wassers gewesen, das müsse man doch verstehen können&#8230;</p>
<p>Und gibt es dann vielleicht auch luftmüde? Können <a title="klugesundscheiss" href="http://smartass.blogger.de/" target="_blank">Stewardessen</a> unvermutet und unvorbereitet von einer Luftmüdigkeit ergriffen werden und dann einfach nur noch am Boden (oder zumindest auf dem Wasser) bleiben wollen? Oder bezeichnet luftmüde gar den Überdruss am Leben, die Unlust zu atmen, die Lebensmüdigkeit schlechthin?</p>
<p>Kann man dann auch landmüde sein? Vielleicht im Sinne von Tocotronic: <a title="Amazon" href="http://www.amazon.de/gp/product/B0006ZFQVM?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0006ZFQVM" target="_blank"><em>Aber hier leben, nein danke</em></a>, einer Ablehnung von jeglichem Nationalismus, eine Deutschlandmüdigkeit, der ich mich jederzeit anschließen würde, ja, ich bin landmüde.</p>
<p>Und dann fallen mir auch noch weitere Komposita mit -müde ein, die ganz gut auf mich passen: weihnachtsmüde etwa, aber das ist jetzt ja zum Glück abgehakt (und mancher kann in diesem Zusammenhang vielleicht auch von Essmüdigkeit berichten). Wintermüde und jahresmüde bin ich ebenfalls, aber es geht ja auch bald zu Ende, nur noch ein Weilchen&#8230; Das einzige, was ich wohl nie werde: sprachmüde, lesmüde, schreibmüde, <a title="Sprachspielerin" href="http://www.sprachspielerin.de/2007/11/25/kuesse-und-worte/" target="_blank">wortmüde und kussmüde</a>. Und schlafmüde leider auch nicht, ich kann so viel schlafen, wie ich will, es ginge immer noch länger, immer noch mehr.</p>
<p>Und was hat es nun mit <em>wazzermüede</em> tatsächlich auf sich? Wassermüde sind vor allem die Recken aus dem Heldenepos <em><a title="Wiki" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kudrun" target="_blank">Kudrun</a></em> immer wieder, wenn sie längere Seefahrten hinter sich gebracht haben (meist, um eine Braut zu erobern, zu entführen, zu erkämpfen), wenn sie also von der Schiffahrt erschöpft sind. Ganz einfach, ganz klar, ganz unromantisch. Da finde ich meine Erklärungen doch schöner.<br />
Und wer mag, kann sich noch das Video zum wunderbar landmüden Song von Tocotronic ansehen:</p>
<p><object style="width: 425px; height: 367px;" data="http://www.myvideo.de/movie/252974" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="367"><param value="http://www.myvideo.de/movie/252974" name="movie" /><param value="true" name="AllowFullscreen" /></object><br />
<a title="Tocotronic - Aber Hier Leben Nein Danke - MyVideo" href="http://www.myvideo.de/watch/252974">Tocotronic &#8211; Aber Hier Leben Nein Danke &#8211; MyVideo</a></p>
<p><em>(und nein, die Platte heißt nicht &#8218;ERNUNFT DARF NIEMALS SIEGEN&#8216;, obwohl das da steht&#8230;)</em></p>


</div>
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		<item>
		<title>Bildung als Liebesakt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sprachspielerin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Dec 2007 08:49:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Randnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Germanistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzes]]></category>
		<category><![CDATA[Meta]]></category>
		<category><![CDATA[Rändliches]]></category>
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					<description><![CDATA[Alban Nikolai Herbst hat gestern anlässlich eines Bibelzitats in einem Gedicht eines Teilnehmers von ANH&#8217;s Werkstatt etwas so Schönes über Bildung (bzw. deren Verarbeitung in Literatur) geschrieben, dass ich dieses Zitat unbedingt in meinem Blog haben muss: Gehen Sie mit Bildungsinhalten spielerisch um; sowie sie etwas Quälerisches bekommen, wird es kontra-produktiv. G e n i &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="entry-content" itemprop="text">
<p><a title="ANH" target="_blank" href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/">Alban Nikolai Herbst</a> hat gestern anlässlich eines Bibelzitats in einem <a title="ANH" target="_blank" href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4456017/#4546217">Gedicht</a> eines <a title="Schwungkunst" target="_blank" href="http://www.schwungkunst.de/">Teilnehmers</a> von ANH&#8217;s <a title="ANH" target="_blank" href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/topics/+W+E+R+K+S+T+A+T+T/">Werkstatt</a> etwas so Schönes über Bildung (bzw. deren Verarbeitung in Literatur) geschrieben, dass ich dieses <a title="ANH" target="_blank" href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4456017/#4549014">Zitat</a> unbedingt in meinem Blog haben muss:</p>
<blockquote>
<p>Gehen Sie mit Bildungsinhalten<span style="text-decoration: underline;"> </span><u>spielerisch</u> um; sowie sie etwas Quälerisches bekommen, wird es kontra-produktiv. G e n i e ß e n Sie, was Sie erfahren; [&#8230;] Man muß den &quot;Dingen&quot; nur nah sein, man darf sie nicht wider Willen verbiegen, sondern muß sie verführen, dann geben sie sich einem hin. Und schaffen im selben Moment Erkenntnis. Bildung ist ein Liebesakt.</p>
</blockquote>
<p><a href=''></a></p>


</div>
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		<title>Krausser III</title>
		<link>https://www.sprachspielerin.de/2007/12/07/krausser-iii/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=krausser-iii</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sprachspielerin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Dec 2007 13:01:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Germanistisches]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sprachspielerin.de/2007/12/07/krausser-iii/</guid>

					<description><![CDATA[Nachdem ich hier schon über die erste und zweite Vorlesung des Schriftstellers Helmut Krausser zu Pathos und Präzision im Rahmen der Poetikprofessur der LMU München berichtet habe, nun zur dritten Lesung am 06.12.2007, die diesmal nicht in einem Hörsaal der Ludwig Maximilians Universität sondern im Münchner Literaturhaus stattfand. Krausser wollte diesmal vielleicht noch etwas arroganter &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="entry-content" itemprop="text">
<p>
Nachdem ich hier schon über die <a title="Sprachspielerin" target="_blank" href="http://www.sprachspielerin.de/2007/11/09/krausser-i/">erste</a> und <a title="Sprachspielerin" target="_blank" href="http://www.sprachspielerin.de/2007/11/30/krausser-ii/">zweite</a> Vorlesung des Schriftstellers Helmut Krausser zu <em>Pathos und Präzision</em> im Rahmen der <a title="LMU" target="_blank" href="http://www.poetikprofessur.lmu.de/index.htm">Poetikprofessur der LMU</a> München berichtet habe, nun zur <a href="http://www.literaturhaus-muenchen.de/programm/veranstaltung.asp?ID=4602" target="_blank" title="Literaturhaus">dritten Lesung</a> am 06.12.2007, die diesmal nicht in einem Hörsaal der Ludwig Maximilians Universität sondern im <a title="Literaturhaus" target="_blank" href="http://www.literaturhaus-muenchen.de/">Münchner Literaturhaus</a> stattfand.</p>
<p>Krausser wollte diesmal vielleicht noch etwas arroganter und überheblicher erscheinen als die letzten Male, aber natürlich nicht ohne Selbstironie und seine Lesung mäanderte wieder ziemlich unstrukturiert, aber anekdotisch, unterhaltsam um ein Thema, auf das er immer wieder zurückkam, es von allen Seiten attackierend, das er diesmal aber immerhin klar benannte: &quot;Gibt es das gute Buch?&quot;</p>
<p>Er selbst täte sich schwer, über Poetik zu reden, denn er wechsle die seine bei jedem neuen Buch aus (und sie verändere sich auch, je mehr man sich dem Ziel eines Buches nähere) und diese Pose übersteigert Krausser noch, wenn er später behauptet, von Literatur überhaupt nichts zu verstehen. Für eine Poetik-Vorlesung sei er somit völlig ungeeignet und überhaupt bekäme er auch zu wenig Geld dafür. Schon gar viel zu wenig Geld, um uns tatsächlich etwas über Literatur beizubringen, denn die Konkurrenz auf dem Buchmarkt sei so schon hart genug.</p>
<p>Um diesen Buchmarkt, seine Unwägbar- und Ungerechtigkeiten und die Unwissenheit und Ignoranz mancher Kritiker geht es bei dieser Vorlesung sehr oft. Und außerdem natürlich um Perfektion, die ja eigentlich dazu führen müsse, dass ein Buch einfach von allen (also auch allen Kritikern) gut gefunden würde. Krausser stellt aber schnell klar, dass es nur eine &#8217;subjektive Perfektion&#8216; geben könne, irgendjemand fände ja immer irgendeinen Mangel.</p>
<p>Der einzige Mensch, sagt Krausser, der Wesentliches zu einem Text zu sagen hat, sei dessen Autor. Denn niemand kenne den Text so gut wie er (womit er freilich Recht hat) und nicht jeder Text wisse mehr als sein Autor (womit ich mir trotzdem nicht sicher bin). Dass Autoren von Literatur so viel verstünden wie Vögel von der <a title="Wiki" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ornithologie">Ornithologie</a>, das sei Unsinn, aber mit System. Der Autor wisse die Wahrheit über seinen Text, aber freilich müsse er sie nicht sagen, er könne lügen.</p>
<p>Jedenfalls sollten wir deshalb nicht auf unsere Professoren hören, die ja bekanntlich das Gegenteil von Krausser behaupten (sondern auf die Autoren), denn alle anderen, die über Texte redeten, seien nur Parasiten, die Literaturwissenschaft eine ganze Wissenschaft der Textaneignung. Das nennt man dann wohl (zusammen mit dem Vorwurf, zu wenig Geld zu bekommen) Gastgeber-Beschimpfung.</p>
<p>Diesmal bringt Helmut Krausser &#8211; immer noch nachdenkend über den perfekten Text &#8211; eigene Cover-Versionen bekannter Gedichte von Bertolt Brecht, Rainer Maria Rilke und Conrad Ferdinand Meyer, sozusagen &#8218;Updates&#8216;, die unter anderem die sprachliche Aktualisierung im Sinn haben. An Friedrich Hölderlins <em>Hälfte des Lebens</em> traut er sich dann doch nicht, die &#8218;Verbesserungen&#8216; würden hier zu marginal ausfallen. Christian Morgensterns <a title="Morgenstern" target="_blank" href="http://www.textlog.de/17396.html"><em>Das ästhetische Wiesel</em></a> schreibt er dagegen ganz um, nur die Anekdote beibehaltend, denn an sich sei auch dieses Gedicht perfekt.</p>
<p> Perfekt sei auch der Satz von Charles Bukowski &quot;Da waren Männer, die taten Dinge&quot;, zumindest im Kontext betrachtet und von sich selbst findet er auch ein, zwei perfekte Sätze und zumindest ein perfektes Gedicht, das er selbst jahrelang für defizitär hielt (es steht zusammen mit anderen perfekten Gedichten in <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3832179909?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3832179909" target="_blank" title="Amazon">Plasma</a>). Krausser meint, dass der Mythos der Perfektion so manchem Schriftsteller posthum auch peinlich sein könnte und er legt Franz Kafkas ersten Satz aus <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3938484772?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3938484772" target="_blank" title="Amazon"><em>Der Prozess</em></a> auseinander, er hat viele verbesserte Varianten dafür: &quot;Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.&quot; So wie der Original-Satz von Kafka dastünde, könne man sich den Rest des Romans jedenfalls genaugenommen auch sparen.</p>
<p>Warum aber strebt ein Autor überhaupt nach Perfektion, wenn sie nur subjektiv und zeitabhängig ist, warum vertut man Zeit, in der man Texte schreiben könnte, deren Mängel den meisten Lesern gar nicht auffallen würden? Kraussers Antwort ist schlicht: Die Liebe zum Wort. Diese habe Gemeinsamkeiten mit der Liebe von Eltern zu ihren Kindern, Zuneigung und Eitelkeit sei hier vermischt. Trotzdem sei aber die Legende vom ersten Satz, der unbedingt sitzen müsse, Quatsch. Der beste Einstieg nütze nichts, wenn der Text schlecht sei, wenn der Text aber gut sei, verzeihe man auch den mäßigen ersten Satz. Perfektion im Roman sei ohnehin kaum jemals erreichbar, irgendwo sei immer ein kleiner Fehler, Perfektion im Gedicht aber hin und wieder schon. </p>
<p>Krausser führt selbst die Autoren an, die ihn geprägt hätten, da waren als erste Lektüre die griechischen Heldensagen, dann folgte Karl May (den er aus der Schulbibliothek stahl), mit 9 Charles Dickens, mit 10 Ephraim Kishon und später Max Frisch, Bert Brecht, Friedrich Nietzsche, Arthur Schopenhauer, Franz Kafka, Ernest Hemingway, Charles Bukowski, Louis-Ferdinand Céline, Knut Hamsun, Ernst Jünger, Fjodor Dostojewski, Gustave Flaubert, Robert Gernhardt&#8230; (die Liste ist sicher nicht vollständig).</p>
<p>Jeder Autor werde so beeinflusst von anderen Autoren und er mixe die verschiedenen Techniken, die er sich dort abschaue, bis das Ergebnis originär und originell auf den Leser wirke. Ein Autor, der ein Werk vorlegen wolle, der müsse sein erstes Buch auf jeden Fall vor 30 veröffentlichen. Was man dazu brauche, sei vor allem ein übersteigertes Selbstbewusstsein, etwas Talent und ein großer Wille, denn nur aus Größenwahn könne Größe entstehen. Sei das erste Buch auch immer fehlerbehaftet, so könne man aus einem gedruckten Buch doch viel mehr lernen, als aus einem unabgeschlossenen Manuskript, das zweite Buch könne dann besser werden.&nbsp;</p>
<p>Trotzdem beschäftigt Krausser die Frage weiterhin, warum manche schlechten Bücher Preise bekämen und manche guten Bücher keine Beachtung fänden (und er bringt als Beispiel den beinahe vergessenen <a title="Wiki" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedo_Lampe">Friedo Lampe</a>). Es sei ja so, dass jedes gute Buch auch Verrisse, teils bösartige Verrisse bekomme, außer das Buch sei so harmlos, dass es nicht einmal fähig sei, noch den kleinsten Hass zu erregen. Insgesamt sei das aber ein Glücksspiel (vor allem bei der Vergabe von Literaturpreisen) und Krausser bescheinigt der Literaturkritik ein zwangsläufiges Versagen. Literaturkritik sei am Ende lächerlich und auch wenn sie gut geschrieben sei, bliebe sie doch nur Kundenservice und Verbraucherinformation.</p>
<p>Ihm persönlich gehe Literaturkritik auf den Sack (nicht nur wegen der beiden Totalverrisse seines Romans <em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3832179887?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3832179887" target="_blank" title="Amazon">Eros</a></em> in der SZ und FAZ, die ihn viel Geld gekostet hätten). Die Leserbewertungen bei Amazon seien aber dasselbe in grün hinter den Ohren, nur oft noch viel blöder. Für ihn sei Literatur eine heilige Sache, aber als Autor dürfe man die Literaturkritik auf keinen Fall ernst nehmen. Das Problem sei auch, dass man sich nicht wehren könne, selbst wenn Dinge falsch dargestellt würden, ein Leserbrief sei jedenfalls nicht das Mittel der Wahl.</p>
<p>Existiere es denn wirklich nicht, das rundum gute Buch, das jeden Rezensenten an die Wand wirft?, fragt Krausser. Nein, antwortet er sich selbst, denn die Lektüre eines Buches sei von vielen Dingen abhängig, u.a. von der Bildung, der Lebenslage, der Stimmung, der Aufmerksamkeit, der seelischen Befindlichkeiten, es könne also gar kein allseits gutes Buch geben. Es gebe schlicht unterschiedliche Bedürfnisse, verschiedene Anforderungen an ein Buch, von Person zu Person, Jahr zu Jahr wechselnd (z.B. könne man ein Buch mit 16 grandios finden, es aber später belächeln).</p>
<p>Das Problem sei nur, dass Rezensenten, diese Halbtagsdiktatoren, sich wie beleidigte Kinder benähmen, die ihre Meinung hinausposaunten, als gälte es einen Kreuzzug zu führen und dass sie davon ausgingen, jedes Buch sei genau für sie geschrieben worden. Ein <a href="http://www.amazon.de/gp/product/345806785X?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=345806785X" target="_blank" title="Amazon">Literaturkanon</a> wie der <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3458067809?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3458067809" target="_blank" title="Amazon">Marcel</a> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3458066780?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3458066780" target="_blank" title="Amazon">Reich</a>&#8211;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3458067604?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3458067604" target="_blank" title="Amazon">Ranickis</a> sei nur deshalb bewundernswert, weil es ein Individuum geschafft habe, sich vor der Zeit aufzubrezeln.</p>
<p>Sehr angetan ist Helmut Krausser von <a title="Amazon" target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/3499241005?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3499241005">Daniel Kehlmann</a>, hier träfen sich ausnahmsweise einmal wieder Tiefe und Schönheit mit Lesbarkeit oder sogar Unterhaltsamkeit. Statt daraus zu folgern, Kehlmann sei nur ein &#8218;Unterhaltungsautor&#8216;, sei es doch eigentlich logisch und sehr erfreulich, wenn sich endlich mal ein gutes Buch auch gut verkaufe.</p>
<p>Kraussers Blick auf die Zukunft: eine neue Romantik, ein neuer Idealismus, ein Sturm-und-Drang des Inneren deute sich zumindest an (auch wenn eine neue Epoche sicher neue Benennungen hervorbrächte). Die Behauptung, nach Joyce könne man nicht mehr auktorial schreiben, stamme von Autoren, die weder auktorial nocht sonst wie schreiben könnten. Ein Autor könne niemals etwas für die Nachfolgenden einengen, die einfachste Definition von Kunst sei schließlich immer noch &#8218;Bereicherung der Welt, Erweiterung des Horizonts&#8216;, das stünde ganz im Gegensatz zu einer Einschränkung.</p>
<p>Den Willen zur Originalität, den Krausser in den letzten 50 Jahren in der deutschen Literatur walten sieht, hält er für hemmend, die Ergebnisse für verkrampft, man solle aus der Tradition schöpfen, aus ihr ins Eigene einfügen, sich aber nicht beschränken und in erster Linie solle man das Publikum unterhalten, Literatur sei schlichtweg ein Teil der Unterhaltungsindustrie. Kein Autor, sei er noch so ein großes Genie, sei unabdingbar und die Welt käme selbst ohne Hölderlin irgendwie klar (Krausser könnte auf seiner Meinung nach mittelmäßige Autoren wie Wolf Biermann, Heinrich Böll oder Stefan George aber gut verzichten). Das Volk sei heute nicht dümmer als früher, vielmehr lebten wir in einer gebildeten Zeit, man solle aufhören zu jammern und in Weimar hätte es auch nicht mehr oder bessere Schriftsteller gegeben, die hätten sich nur besser zu vermarkten gewusst.</p>
<p>Sensiblen Kreaturen wie sich selbst rate er aber von der Beschäftigung mit Kunst strikt ab. Er selbst sei eine schizophrene Persönlichkeit, mal mild, mal wütend, er verbiete sich nichts, denn sonst würde er &#8218;mit Kondom denken&#8216;. Andererseits sei er mit sich selbst im Reinen, er habe in seinen Büchern nichts wider besseres Wissen verschwiegen, aber er könne ganz gut lügen.</p>
<p>Am Ende der Vorlesung spricht er also klar an, was man die ganze Zeit über als Eindruck mitnehmen konnte: Krausser bezieht gerne Position, baut sie gern groß auf und stellt sich mit Freude quer, gleichzeitig blitzt aber immer durch: vielleicht meine ich das auch gar nicht so, vielleicht posiere ich nur, vielleicht lüge ich, vielleicht ist es aber auch wirklich meine heiligste Überzeugung, man kann sich nicht sicher sein mit ihm und das ist sehr spannend. Schade, dass dies die letzte Lesung war.</p>
<p>Die <a title="LMU" target="_blank" href="http://www.poetikprofessur.lmu.de/tagung.htm">Tagung</a> bzw. das Kolloquium <em>Helmut Krausser und die Gegenwartsliteratur der Romantik</em>, das ebenfalls im Literaturhaus München stattfindet, geht noch bis zum Samstag, dem 08.12.2007, das Programm findet sich <a title="LMU" target="_blank" href="http://www.poetikprofessur.lmu.de/Bilder/tagungsprogramm.pdf">hier</a> oder <a href="http://www.literaturhaus-muenchen.de/programm/reihe.asp?ID=232" target="_blank" title="Literaturhaus">hier</a>. </p>
<p>Hier geht es nochmal zu <a href="http://www.sprachspielerin.de/2007/11/09/krausser-i/" target="_blank" title="Sprachspielerin">Krausser I</a> und <a href="http://www.sprachspielerin.de/2007/11/30/krausser-ii/" target="_blank" title="Sprachspielerin">Krausser II</a>.</p>


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		<title>Studentenleid</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 11:12:56 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Alltägliches]]></category>
		<category><![CDATA[Germanistisches]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich möchte einfach mal wieder in einen Buchladen gehen, stöbern, mir ein oder zwei Bücher aussuchen, sie mit nach Hause nehmen, mich sofort aufs Sofa oder gleich ins Bett fallen lassen und lesen, lesen, genießerisch und stundenlang lesen, nichts sonst. Was hindert mich? Nur die immer weiter wachsenden Stapel von &#8218;Studienliteratur&#8216; und Klassikern, die man &#8230;]]></description>
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Ich möchte einfach mal wieder in einen Buchladen gehen, stöbern, mir ein oder zwei Bücher aussuchen, sie mit nach Hause nehmen, mich sofort aufs Sofa oder gleich ins Bett fallen lassen und lesen, lesen, genießerisch und stundenlang lesen, nichts sonst.</p>
<p>Was hindert mich? Nur die immer weiter wachsenden Stapel von &#8218;Studienliteratur&#8216; und Klassikern, die man spätestens vor dem Examen gelesen haben sollte und das Gefühl, nie, niemals mit irgendetwas &#8218;fertig&#8216; zu sein. Es gibt immer noch mehr zu lesen und zu tun. Ich habe gar nichts dagegen, ich mag mein Studium und ich mag die sogenannten Klassiker, viele davon habe ich natürlich auch sowieso schon gelesen, aber die Liste nimmt einfach kein Ende und alles ist irgendwie wichtig und eigentlich würde ich das alles viel lieber &#8218;freiwillig&#8216; lesen und nicht aus dem Gefühl heraus, dass ich es muss. Und ich würde so gerne wieder einmal etwas einfach nur so zum Vergnügen lesen, etwas das zu nichts &#8217;nutze&#8216; ist, die kleine Germanistin in mir vergessend, ein Buch verschlingen und nur lesen.</p>
<p>Stattdessen betrete ich schon gar keine Buchhandlungen mehr, weil ich Angst habe, ich könnte etwas finden, mich könnte etwas anspringen, was ich unbedingt mitnehmen und lesen müsste, obwohl ich doch gar keine Zeit dafür habe. Darum mache ich lieber einen weiten Bogen um diese teuflischen Orte der Versuchung.</p>
<p>Ich weiß, das alles ist Jammern auf hohem Niveau, wenn man halt sonst keine Probleme hat, aber ich würde so gerne einfach mal wieder in einen Buchladen gehen, mir Zeit nehmen, Bücherduft einatmen, Neuerscheinungen durchsehen, Taschenbücher abklappern und ein, zwei Bücher mit nach Hause nehmen, wo ich dann auf Sofa oder Bett&#8230;</p>


</div>
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		<title>Krausser II</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 13:40:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Germanistisches]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem ich über Helmut Kraussers erste Lesung ja schon sehr erfreut war (wie ich hier auch berichtet habe), fand am 29.11.2007 also die zweite der drei Lesungen im Rahmen der Poetikprofessur an der Ludwig Maximilians Universität München statt. Die dritte Lesung wird dann nächste Woche, am 6.12.2007, im Literaturhaus München sein. Obwohl der Münchner Poetikprofessor &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="entry-content" itemprop="text">
<p>
Nachdem ich über <a href="http://www.poetikprofessur.lmu.de/krausser.htm" target="_blank" title="LMU">Helmut Krausser</a>s erste Lesung ja schon sehr erfreut war (wie ich <a href="http://www.sprachspielerin.de/2007/11/09/krausser-i/" target="_blank" title="Sprachspielerin">hier</a> auch berichtet habe), fand am 29.11.2007 also die zweite der drei Lesungen im Rahmen der <a href="http://www.poetikprofessur.lmu.de/index.htm" target="_blank" title="LMU">Poetikprofessur</a> an der Ludwig Maximilians Universität München statt. Die <a href="http://www.poetikprofessur.lmu.de/lesungen.htm" target="_blank" title="LMU">dritte Lesung</a> wird dann nächste Woche, am 6.12.2007, im Literaturhaus München sein.</p>
<p>Obwohl der Münchner Poetikprofessor Krausser nach der vollmundigen Ankündigungsrede von <a title="Conter" target="_blank" href="http://www.claudeconter.de/">Dr. Claude D. Conter</a>&nbsp; angab, jetzt doch nervös geworden zu sein, war er diesmal von Anfang an deutlich entspannter als <a href="http://www.sprachspielerin.de/2007/11/09/krausser-i/" target="_blank" title="Sprachspielerin">letztes Mal</a>. Der Hörsaal der LMU war wieder so gut wie voll, der Dichter blieb wieder sitzen (und erklärte dies mit seiner Unfähigkeit, im Stehen zu reden) und war wieder komisch, ironisch, belesen, pathetisch und ein großartiger Vorleser. Um es vorwegzunehmen: ich war begeistert, beinahe noch mehr als das letzte Mal. Und um das auch einmal dazuzusagen: eine <em>Vor</em>lesung ist das natürlich nicht, was Krausser da macht. Der rote Faden ist sehr undeutlich ausgeprägt, tragend sind eher die Assoziationen und Einfälle des Autors, aber das ist auch ganz gut so.</p>
<p>Begonnen hat Helmut Krausser diesmal &#8211; natürlich ging es wieder um das <a title="Wiki" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pathos">Pathos</a> &#8211; mit dem <em><a title="Amazon" target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/3150098165?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3150098165">Julius Caesar</a></em> von <a title="Wiki" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/William_Shakespeare">William Shakespeare</a>, den man unbedingt lesen solle. Danach war lange nichts, sagt Krausser. Bis <a title="Wiki" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_B%C3%BCchner">Georg Büchner</a> kam und <em><a title="Amazon" target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/3938484179?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3938484179">Dantons Tod</a></em>. Das war es dann aber auch wieder mit dem chronologischen Vorgehen und ich kann nur ähnlich assoziativ aneinanderreihen, was mir gefallen hat bzw. was ich mitnotiert habe, das bitte ich zu entschuldigen.</p>
<p>Ganz anders als <a href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/" target="_blank" title="ANH">Alban Nikolai Herbst</a> in seiner <a title="ANH" target="_blank" href="http://albannikolaiherbst.twoday.net/stories/4446859/">Heidelberger Poetik-Vorlesung</a> befürwortet Helmut Krausser eine Trennung zwischen U- und E-Literatur überhaupt nicht und meint sogar, die E-Literatur sei zumeist marginal, beleidigt, von sich selbst eingenommen und messianisch, obwohl sie ein Randdasein friste. Man solle doch lieber den Reichtum des Nebeneinander anerkennen und genießen. Krausser ist der Meinung, gute Literatur müsse es auch mit <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3551577773?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3551577773" target="_blank" title="Amazon"><em>Harry Potter</em></a> oder einem Computerspiel aufnehmen bzw. auch eine Dreizehnjährige ohne viel Leseerfahrung begeistern können.</p>
<p>Außerdem verteidigt er sich dagegen, einen konservativen Literaturbegriff zu haben, er sei eigentlich kein <a title="Lotrees" target="_blank" href="http://www.bublo.de/2007/10/31/der-letzte-romantiker/">Romantiker</a> und kein letzter Mohikaner, kein Traditionalist, sondern stehe für einen Mix von alt und neu, die Gleichzeitigkeit aller tradierter Formen, die in der Moderne möglich sei. Und die Mannigfaltigkeit der Gegenwart könne nur dadurch ent- und bestehen, dass sie auch einiges enthalte, was ihm nicht gefalle.</p>
<p>Niemand sei heutzutage nur ein Mensch, wir sind mehrere, sagt Krausser, jeder von uns. Und deshalb müsse auch auf Verschiedenes unterschiedlich reagiert werden (und reagiert werden dürfen). Nur die Spießer unter den Autoren versteckten sich in irgendwelchen Höhlen und hinter ihrer einmal erreichten Unverwechselbarkeit, statt Neues auszuprobieren. Er sei also nicht reaktionär, sondern wolle lediglich über die komplette Bandbreite der tradierten Stilmittel verfügen. Überhaupt seien die Reaktionäre von heute oft die Revolutionäre von morgen.</p>
<p>In diesem Kontext spricht Helmut Krausser auch über Metrik und Reim, die lange Zeit nur noch in der komischen Literatur für angemessen gehalten worden seien und teilweise noch heute für moderne Literatur verdammt würden. Krausser ist dagegen der Meinung, dass unsere Zeit nach formaler Strenge giere. Allerdings sollten Dichter unter 30 doch keinen Reim benutzen, einfach weil sie ihn nicht beherrschten. Jeder Vers sei eine Falle, man stehe mit einem Fuss im Grab und mit dem anderen auf einer Bananenschale.</p>
<p>Die Literatur des deutschen Sprachraums nach 1945 bezeichnet Krausser als suhrkampgetränktes Pathos-Vakuum, enstanden durch die Abscheu vor allen Stilmitteln der Nazis, u.a. auch vor dem Pathos. Das Existenzrecht der Literatur habe nur noch im Experiment bestanden, die Schriftsteller wollten nicht mehr bezirzen und bezaubern, dadurch sei das &#8218;Dienstleistungsverhältnis&#8216; zwischen Autor und Lesern beschädigt worden. Stattdessen hätten die Autoren ihre Leser nun erziehen wollen, was nichts anderes sei als gutgemeinte Verachtung, der Wunsch nach Unterhaltung bei den Lesern sei diesen von den Schriftstellern sogar übel genommen worden.</p>
<p>Gerade wegen dieses &#8218;Pathos-Vakuums&#8216; im deutschsprachigen Literaturraum habe hier <a title="Wiki" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Bukowski">Charles Bukowski</a> so großen Erfolg haben können, nicht nur <em>was</em> er schrieb sei interessant gewesen, sondern auch <em>wie</em> er schrieb. Bukowski habe immer viel gewagt und getrunken und es sei keineswegs peinlich, ihn auch noch in höherem Alter zu lesen und gut zu finden. Besonders Bukowskis <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423125780?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3423125780" target="_blank" title="Amazon">Lyrik</a> lobt er.</p>
<p>Das Problem sei, dass dieser Literaturgeschmack der deutschen Nachkriegszeit (aus Unsicherheit im Urteil) in den Redaktionen noch weiter gepflegt würde wie ein uraltes, krankes Pferd, das einfach nicht verrecken wolle. Erst jetzt seien im Roman wieder narrative Strukturen ohne formale Experimente möglich und erlaubt. Folglich müssten die Autoren auch wieder lernen, das Stilmittel des Pathos sicher zu handhaben.</p>
<p> Irgendwo dazwischen kommt ein Gedicht von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dirk_von_Petersdorff" target="_blank" title="Wiki">Dirk von Petersdorff</a> namens <em>Raucherecke</em> (das man <a href="http://www.lyrikwelt.de/gedichte/vonpetersdorffg3.htm" target="_blank" title="Petersdorff">hier</a> nachlesen kann und das dem Band <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3100610059?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3100610059" target="_blank" title="Amazon"><em>Die Teufel in Arezzo</em></a> entstammt), das sei das einzige, worum er den Dichter beneide. Außerdem spricht Krausser sehr positiv von <a title="Wiki" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ian_McEwan">Ian McEwan</a> und seinem Roman <a href="http://www.amazon.de/gp/product/387763009X?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=387763009X" target="_blank" title="Amazon"><em>Abbitte</em></a>, nicht ganz so positiv von <a title="Wiki" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernest_Hemingway">Ernest Hemingways</a> &#8218;Kriegsgewinnlerpathos&#8216; und noch etwas negativer von <a title="Wiki" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_J%C3%BCnger">Ernst Jüngers</a> Roman <a title="Amazon" target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/360895208X?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=360895208X"><em>In Stahlgewittern</em></a>, der literarisch eigentlich nicht wertvoll und nur ein Tatsachenbericht sei (dem man daraus dann aber auch keinen Vorwurf machen dürfe, der Humor der Protagonisten dürfe keineswegs dem Autor angekreidet werden).</p>
<p>Zuletzt ärgert sich Krausser noch über das angemaßte Gutmenschentum eines besserwisserischen <a title="Amazon" target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/3423118210?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3423118210">Trommelzwergs</a>, der allen auf die Nerven gehe und macht einen kleinen Schlenker zu <a title="Wiki" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Louis-Ferdinand_C%C3%A9line">Louis-Ferdinand Céline</a>s <a title="Amazon" target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/3499236583?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3499236583"><em>Reise ans Ende der Nacht</em></a>. Hier schließt Krausser mit der Frage, ob Kunst ihre Nebenwirkungen auf einem Beipackzettel mitteilen müsse? Dies sei ein schwieriges Thema, das er unbeantwortet lässt.</p>
<p>Kraussers Randbemerkungen zum Pathos: Pathos sei wie ein Messer &#8211; gefährlich in der falschen Hand. Hohles Pathos müsse nicht bekämpft werden, denn es platzt von selbst, wenn es sich bläht. Pathos sei Kokain für unsere <a title="Wiki" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ratio">ratio</a>, ein galoppierendes Pferd unter unserem Arsch, ein Rauschmittel. Pathos sei natürlich nicht typisch deutsch. Pathos sei verbunden mit <a title="Wiki" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eros">Eros</a> (denn in der Adoleszenz, in den Jahren, in denen Eros zum bestimmenden Trieb werde, sei das Pathos ein wichtiges Ausdrucksmittel; manche Menschen seien nur ein Mal im Leben kreativ und zwar, wenn sie um ihre erste Liebe würben).</p>
<p>Pathos sei auch mit <a title="Wiki" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thanatos">Thanatos</a> verknüpft (obwohl der Tod allgemein sehr zu begrüßen sei, werde er individuell weniger positiv gesehen, führe zu Quengeleien und Widerspruch und zum Pathos des Leidens, letztlich zum Pathos des Leidens zu Tode). Auch Pathos und <a title="Wiki" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Melodie">Melodie</a> hingen zusammen (auch Melodie, agitiere und errege, mache verrückt und entrücke; so sei das Misstrauen gegen die Melodie in der ernsten Musik nicht zufällig gleichzeitig mit dem Misstrauen gegen jedes Pathos in der Literatur aufgetreten, jetzt erst gäbe es auch eine Rückkehr der Melodie, denn die E-Musik müsse erkennen, dass sie in eine Sackgasse gelaufen sei).</p>
<p>Aus seinen eigenen Texten wählt Helmut Krausser diesmal wieder ein Gedicht (ein abgebrochenes Sonett) und Ausschnitte aus seinem Roman <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3832179887?ie=UTF8&amp;tag=diesprach-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3832179887" target="_blank" title="Amazon"><em>Eros</em></a>, der ihm einmal mehr den Vorwurf des Kitsches eingebracht habe (das Pathos im Roman rechtfertigt er aber damit, dass es aus der Position eines Jugendlichen erzählt werde und kein Adoleszent sei jemals kitschig). Er beschäftigt sich kurz mit der Frage, warum sein Werk derart umstritten sei und selten lauwarme Reaktionen hervorrufe. Aber als Künstler könne man ohne Feinde nicht leben.</p>
<p>Seine letzten Sätze richtet Krausser an die &#8218;Suchenden und Schreibenden&#8216; unter den Zuhörern und rät ihnen: &#8218;Lassen Sie&#8217;s sein.&#8216; Es mache einfach zu viel Arbeit. Und denen, die es partout nicht lassen könnten, empfiehlt er, hin und wieder unmodern zu sein. Sich nicht allem aus der literarischen Tradition verpflichtet zu fühlen, es aber im Auge zu behalten. Man solle schreiben, wie man es fühle und keinesfalls so, wie man glaube, dass es andere von einem erwarten. Künstler seien schließlich nur der Wahrheit verpflichtet.</p>

<p>Hier geht es zu <a href="http://www.sprachspielerin.de/2007/12/07/krausser-iii/" target="_blank" title="Sprachspielerin">Krausser III</a> und hier nochmal zu <a href="http://www.sprachspielerin.de/2007/11/09/krausser-i/" target="_blank" title="Sprachspielerin">Krausser I</a>.&nbsp;</p>


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