wunderhunger
ins neue jahr gehen
wie ich in den wald gehe:
mit offenem blick und herzen
immer bereit zu staunen
immer gefasst auf
ein funkeln, die schönheit
ein gedicht, ein wunder
ins neue jahr gehen:
mit wunderhunger
ins neue jahr gehen
wie ich in den wald gehe:
mit offenem blick und herzen
immer bereit zu staunen
immer gefasst auf
ein funkeln, die schönheit
ein gedicht, ein wunder
ins neue jahr gehen:
mit wunderhunger
Wenn es keine Schmetterlingsschwärme gäbe, nicht das Wort Trampelpfade, keine Igel in ihren grazilen Rüstungen, keine filigranen Farnwedel und gestapelten Etagen der Schachtelhalmhalme, keine eiligen Eichkätzchen, ihr Essen vergessend, die Forste aus Versehen wiederaufforstend, nicht das brabbelnde Rascheln der Pappeln, keine pummligen Hummeln mit goldbepackten Beinchen, die nicht kreisten um sonnengelbe Sonnenblumen, sich zum Licht …
du süßer gruß der sonne du sehnsucht nach sommer liebreizendes himmelsgeschenk du wehrhaft wilde mit stachligen widerhaken bestückt nicht süß für den menschen sondern aus eigennutz wie auch wir es handhaben sollten: schön nur für uns selbst sein
im Wald könnte ich immer bleiben die Weichheit des Waldbodens unter den Schritten spüren lauschen der Amsel und dem Specht dem vielstimmigen Murmeln des Bachs die modrige Feuchtigkeit riechen und den Duft der Bäume Ausschau halten nach Kleeblatt, Farn und Waldmeister dem hellen, runden Pilz an der Böschung und den Hufspuren des Einhorns ich bin …
wir alle können ein einhorn sein es züchten in uns die sanftheit des blicks die weiche sehnsucht die leichtigkeit des schritts wir alle können einhörner sein anders anders als andere . . . Eines meiner drei Gedichte, die in der Anthologie „Das Einhorn macht keine Kehrwoche“ des Gmünder Autorenkreises erschienen sind. Veröffentlicht im und erhältlich …
Ich setze mich dem Einhorn gegenüber, lade es ein zum Gespräch. Es sagt, ich solle aufhören, die Magd meiner Träume zu sein, stattdessen die Süße suchen und mir die Träume von den Augen ablesen lassen wie eine Königin. . . . Eines meiner drei Gedichte, die in der Anthologie „Das Einhorn macht keine Kehrwoche“ des …
im kalten wald voller dürrem astwerk, in der luft rauch und erdduft, wo der wind das laub treibt, sitzt ein rostroter kater in grauem nebel, wo der fliegenpilz wacht . . . Bei dieser Gemeinschaftsproduktion habe ich den Text verfasst und Anja Krüger hat die wundervolle Illustration dazu gemacht! Deshalb nochmal hier:
Wie froh bin ich über den Gesang der Vögel, der mir das Leben rettet, täglich, über den Wald, in den ich eintauchen darf wie in eine dunkle Höhle der Freude, wie froh bin ich über das Rauschen der Blätter, das meine Seele beruhigt und der Laut ist, in dem mein Herz seine Heimat findet. Wie …
ich steh‘ im herbst, aber suche den sommer was übrigblieb, die reste und schätze als vorrat für die dunkelheit ich pflücke einen teller sonne und glück voller duft und süße, farbe und schönheit und bin gerüstet gegen den herbst
wie wir uns beständig erneuern, schälen, unsere haut ablegen, nicht plötzlich wie eine schlange, sondern nach und nach, hautschüppchen um hautschüppchen neu werden, uns häuten tag für tag