farbenpracht

farbenpracht

du, weißt du, wie die raben schrein,
wie sie die schwingen weiten über
der leere des landes, wie sie dunkle
pünktchen bilden in der farblosigkeit
der blanken stoppelfelder, im schräglicht
des novembernebels.

du, weißt du, dass die raben bunt sind und
nur schwarz scheinen, weil sie alle farben
sammeln, konzentrieren, physikalisches
gesetz, das, dass sie bunt sind wie ich,
die ich meine farbenpracht vereine, um
zu werden, was ich bin.

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Nachtrag zum #frapalymo am 27nov18, der Impuls war die Anfangszeile “du, weißt du, wie ein rabe schreit” von Selma Meerbaum-Eisinger, wobei ich das gleich mal verändert bzw. mir schlicht falsch gemerkt habe… 😉

Licht und wilde Weite

Licht und wilde Weite

Da, wo ich ich wurde,
ist das Meer nicht weit, der Wind stark
und die Erde rot und trocken.

Da, wo ich hingehöre,
wachsen Wein, Feigen, Mandeln,
duften Thymian und Rosmarin.

Da, wo mein Herz daheim ist,
ist die Natur stachlig, die Garrigue gefährlich
und die Hügel sind nicht sanft.

Da, wo ich ich bin,
ist der Himmel Süden und wilde Weite,
ist der Himmel Licht.

Beitrag bzw. Nachtrag zum #frapalymo am 30nov18 mit dem Impuls “Licht”. Danke an Frau Paulchen für diesen traumhaften Dichtermonat und die vielen inspirierenden Impulse!