Licht und wilde Weite

Licht und wilde Weite

Da, wo ich ich wurde,
ist das Meer nicht weit, der Wind stark
und die Erde rot und trocken.

Da, wo ich hingehöre,
wachsen Wein, Feigen, Mandeln,
duften Thymian und Rosmarin.

Da, wo mein Herz daheim ist,
ist die Natur stachlig, die Garrigue gefährlich
und die Hügel sind nicht sanft.

Da, wo ich ich bin,
ist der Himmel Süden und wilde Weite,
ist der Himmel Licht.

Beitrag bzw. Nachtrag zum #frapalymo am 30nov18 mit dem Impuls “Licht”. Danke an Frau Paulchen für diesen traumhaften Dichtermonat und die vielen inspirierenden Impulse!

Träumen

Träumen

Ich liege still und warte,
nur einmal noch, traum,
geringelt in mich,
meine Seele, dunkele Katze,
was ist das, was mich anrührt,
der warme Wind von gestern
und fürs Herzdunkel kein Leichtes,
sich leer zu entlasten,
brüchiges Licht und ich
tauche träumend ein,
die Zeit wird lang,
der Mond hängt am lichtblauen Himmel,
die sommergebliebenen Träume,
und meine blinde Urgroßmutter
erzählt vom Rande des Paradieses.

Dies ist ein Flickengedicht aus meinen eigenen Gedichtzeilen, ein sogenanntes Cento, Beitrag zum #frapalymo am 26nov18.