Schnauben

das beruhigende
schnauben der pferde
summen der hummeln
schnurren der katzen
singen der vögel
und dagegen
all der lärm der menschen
warum?
das beruhigende
schnauben der pferde
summen der hummeln
schnurren der katzen
singen der vögel
und dagegen
all der lärm der menschen
warum?
mir macht genauso viel Freude, Dinge zu sehen wie sie aufzuschreiben doch ohne das Aufschreiben sehe ich sie nicht
Wie das Wörtchen „nur“ Leben rettet: nur jetzt, nur heute, einfach nur, nur kurz, nur ein wenig. Und plötzlich kannst du es tun: das Richtige, das Heilsame, das Gute, das Hilfreiche und – manchmal auch das Schwierige. Ohne das Damoklesschwert der Ewigkeit, der Pflicht, des grauen Alltags. Erstaunlich, wie das Wörtchen „nur“ mein Leben rettet.
Ich kann die perfekten Frauen nicht leiden, mit ihrem eingebeigetem Teint, ihrer Lackschicht, diese Frauen, die man an beiden Schultern packen und schütteln will, um zu schauen, ob sie lebendig sind, ob vielleicht etwas abplatzt von ihrer Fassade, ob es einen Sprung gibt, der dahinter ihr Gold aufblitzen lässt, das innere, denn auch sie haben …
Ich wünsche mir eine Tasche mit einem Fenster zum Meer. Ein Fenster zum Meer, transportabel wie ein Bilderrahmen. Die Tasche wäre gelb mit rosa Blumen. Und ich könnte, jederzeit, das Fenster herausnehmen und aufs Meer starren, auf Glätte, Kräuseln, Wellen; könnte vielleicht sogar das Fenster öffnen, die Brise schnuppern, den Wind atmen und im Rauschen …
Er sagt: „Du bist unglücklich.“ Und er hat Recht, obwohl ich selbst es kaum weiß. Er sagt: „Ich weiß, was du willst.“ Obwohl ich’s mir selbst kaum einzugestehen wage. Manchmal kennt er mich besser als ich mich selbst und kann in Worte fassen, wozu ich nicht den Mut habe. Deshalb das. Immer wieder. Übrigens kennen …
Aussage des Protagonisten in Peter Stamms „Agnes“ zum Thema, weshalb er nicht mehr schreibe. Genau. So. Oder so ähnlich. Ach ja, es gibt auch andere Gründe, nicht zu schreiben. Arbeit zum Beispiel. Aus gegebenem Anlass (mein momentaner Zustand) ein Rückverweis hierhin.
sich dabei zusehen wie man dinge genau falsch macht
Heute Nacht auf Italienisch geträumt. Von der italienischen Lehrerin, die mir im Italienischunterricht immer assistiert. Im Traum mit ihr gestritten, ich weiß nicht mehr, worum. Ich fürchte, ich war heute im Unterricht deshalb ein wenig unfreundlich zu ihr.
Ich werde müde, bekomme Falten, arbeiten liegt mir nicht, nachdenken eher, dafür bezahlt aber keiner.