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Die Sprachspielerin Die Sprachspielerin

Waldiges Schlagwort

wunderhunger

Geschrieben von Sprachspielerin On 30. Dezember 2025 Einsortiert unter Lyrik Keine Kommentare
wunderhunger

ins neue jahr gehen
wie ich in den wald gehe:
mit offenem blick und herzen
immer bereit zu staunen
immer gefasst auf
ein funkeln, die schönheit
ein gedicht, ein wunder

ins neue jahr gehen:
mit wunderhunger

Wenn es

Wenn es

Wenn es keine Schmetterlingsschwärme gäbe, nicht das Wort Trampelpfade, keine Igel in ihren grazilen Rüstungen, keine filigranen Farnwedel und gestapelten Etagen der Schachtelhalmhalme, keine eiligen Eichkätzchen, ihr Essen vergessend, die Forste aus Versehen wiederaufforstend, nicht das brabbelnde Rascheln der Pappeln, keine pummligen Hummeln mit goldbepackten Beinchen, die nicht kreisten um sonnengelbe Sonnenblumen, sich zum Licht …

Einhornworte

Einhornworte

Ich gehe raus, ein Einhorn finden, in den Wald natürlich, wohin auch sonst. Im Vorbeigehen umarme ich ein paar Bäume, lausche dem Taubengurren und starre ins Wimmeln eines Ameisenhaufens. Ich lasse den Wind in mein Haar greifen, folge den Wegen der Rehe, pflücke und esse die gelbe, bittere Blüte des Huflattichs, denn das macht Hoffnung. …

Wunderhungrig

Wunderhungrig

im Wald könnte ich immer bleiben die Weichheit des Waldbodens unter den Schritten spüren lauschen der Amsel und dem Specht dem vielstimmigen Murmeln des Bachs die modrige Feuchtigkeit riechen und den Duft der Bäume Ausschau halten nach Kleeblatt, Farn und Waldmeister dem hellen, runden Pilz an der Böschung und den Hufspuren des Einhorns ich bin …

wo der fliegenpilz wacht

wo der fliegenpilz wacht

im kalten wald voller dürrem astwerk, in der luft rauch und erdduft, wo der wind das laub treibt, sitzt ein rostroter kater in grauem nebel, wo der fliegenpilz wacht . . . Bei dieser Gemeinschaftsproduktion habe ich den Text verfasst und Anja Krüger hat die wundervolle Illustration dazu gemacht! Deshalb nochmal hier:

Wie froh bin ich

Wie froh bin ich

Wie froh bin ich über den Gesang der Vögel, der mir das Leben rettet, täglich, über den Wald, in den ich eintauchen darf wie in eine dunkle Höhle der Freude, wie froh bin ich über das Rauschen der Blätter, das meine Seele beruhigt und der Laut ist, in dem mein Herz seine Heimat findet. Wie …

Eichhörnchen

Eichhörnchen

Manchmal wünschte ich, ich wäre ein Eichhörnchen und würde nur wenige Sommer leben. Ich wüsste immer, was zu tun ist, aber nichts von Steuern und Versicherungen, nichts von Kriegen und Katastrophen, nur von dem, was vor meiner Nase läge. Ich glaube, ich wäre ein gutes Eichhörnchen.

abschied

abschied

und wenn ich nicht wiederkehre geliebter, begrab mich unter einem laubbaum komm mich nicht besuchen, ich werde im sauerstoff sein den du atmest von blättern freigehaucht immer nur bei dir

gib mir baumnamen

gib mir baumnamen

berühre mich wie ich das moos berühre das herz in den fingerspitzen umarme mich wie ich die fichte umhalse voll ehrfürchtigem staunen küsse mich wie ich vom wildbach trinke lang und klar entblättere mich wie der wind die buche sanft im herbst schmiege dich an mich wie der fuchs sich in seinen blätterbau schmiegt und …

Was der Wald lehrt

Was der Wald lehrt

Wie das Wasser des Bachs im Tal weiß glänzt der Sprössling aus dem toten Baumstumpf wächst die Brennnessel mich schmerzhaft streift die Brombeerranke nach mir greift das Reh erschreckt aufspringt der Fuchs geschäftig vorbeieilt die Ameisen im Haufen wimmeln und alles schreit: du bist lebendig, lebendig, so lebendig!

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