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Die Sprachspielerin Die Sprachspielerin

Randnotizen, Page 4 Kategorie

Sommersummen

Nur ein Motoren- oder elektrisches Werkzeuggeräusch von weit draußen dringt kurz und gedämpft durch die Balkontür. Aber ich höre: das Summen einer Hummel nah an meinem Ohr. Ich fühle: Sommersonne warm auf meiner bloßen Haut, da ist Vogelzwitschern und Duft nach Sommer, süß und hitzig, da ist Lust auf ein Picknick oder eine Fahrt ans …

Lieblingsmensch

Der erste Eintrag, das erste Gedicht dieses Jahres: Dich atmen, ist für meinen Lieblingsmenschen, dem ich dieses Blog verdanke und noch so vieles mehr und der mich aushält, obwohl das nicht immer leicht ist. Und auch dieses Gedicht ist für den Lebensmenschen, auch wenn es nicht an einem 23.12. geschrieben wurde, aber daran gedacht habe …

Bildung als Liebesakt

Alban Nikolai Herbst hat gestern anlässlich eines Bibelzitats in einem Gedicht eines Teilnehmers von ANH’s Werkstatt etwas so Schönes über Bildung (bzw. deren Verarbeitung in Literatur) geschrieben, dass ich dieses Zitat unbedingt in meinem Blog haben muss: Gehen Sie mit Bildungsinhalten spielerisch um; sowie sie etwas Quälerisches bekommen, wird es kontra-produktiv. G e n i …

Kirschkernkissen

Der geröstete Geruch warmer Kirschkernkissen und der Klang des Worts, das Geräusch der gegeneinanderklickenden Kugelkerne beim Schwenken und Kneten des Kirschkernkissens wie zufällig onomatopoetisch abbildend.

Überquerungen

Wie Menschen über Plätze gehen: ob sie sich vorsichtig am Rand des Platzes entlangschieben mit hängenden Schultern, am Schutz der Häuserwände entlangschleichen wie eben in die Freiheit des Kinderzimmers entlassene Nagetiere oder ob sie hochaufgereckt und stolz über die Mitte des Platzes schreiten, mit langen Schritten.

Sowohlalsauch

Sowohlalsauch

Das Gute am Fahrradfahren: dass mir dabei, besonders auf altbekannten Pfaden radelnd, besonders in der wachküssenden Sonne und der wachklirrenden Kälte, Ideen zufliegen und Worte um die Ohren sausen. Das Schlechte am Fahrradfahren: dass ich dabei, die Hände an den Lenker gefesselt, nicht schreiben kann und mir die Ideen und Worte beim Absteigen vom Rad …

Stille

Manchmal trete ich auf meinen Balkon und erschrecke fast, wie still es im Hinterhof ist. Besonders wenn es ausnahmsweise mal nicht regnet und keine Tropfen auf Dächer prasseln. Einfach nur Stille. Niemand hört Musik, kein Hund bellt, keiner streitet sich mit irgendwem, keine Kinder schreien, niemand muss draußen laut telefonieren oder sein Motorrad starten, nichts, …

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