Die Wege der Rehe gehen
die reicher sind als die der Menschen die Rehe kennen die saftigsten Wiesen die klarsten Stellen am Bach die mächtigsten Bäume die hellsten Lichtungen und die tiefsten Wunder des Walds Die Wege der Rehe gehen
die reicher sind als die der Menschen die Rehe kennen die saftigsten Wiesen die klarsten Stellen am Bach die mächtigsten Bäume die hellsten Lichtungen und die tiefsten Wunder des Walds Die Wege der Rehe gehen
drei vögel sitzen im blaugrau des himmels verbunden durch die überlandleitung einer fliegt auf . . . . . Gedicht zum Thema „Familienbande“
wie die Bienen von Blüte zu Blüte fliegen gewissenhaft die Pflicht erfüllen die Süße zu suchen Nektar zu saugen planlos Vorräte zu sammeln nur von Süße zu Süße fliegen wie es auch unsre Pflicht wäre
im Wald könnte ich immer bleiben Ausschau halten nach den Hufspuren des Rehs dem hellen, runden Pilz an der Böschung dem Kleeblatt, Farn und Waldmeister die Weichheit des Waldbodens unter den Schritten spüren lauschen der Amsel und Taube dem vielstimmigen Murmeln des Bachs die modrige Feuchtigkeit riechen und den Duft der Bäume ich bin hungrig …
jedes mal dieselben stiefel tragen schritte setzen wege gehen und doch immer neu sehen fühlen atmen
ich gehe über die bloßliegenden breiten Wurzeln der Bäume, die quer über den Pfad wachsen, nehme den längeren Weg um bleiben zu können ich muss die Namen nicht kennen von Vögeln, Blumen, Bäumen ich kenne jeden Baum und jeder Baum mich
ist ein tag, an dem ein gedicht zu mir gefunden hat durch das dickicht der gedanken . (oder aus der leere dahinter)
die gedichte sind aus alle alten verbraucht und der boden ist trocken; gedichtedürre wenn nicht wie in der wüste ein einziger tropfen eine blume zum blühen brächte
alle sinne auffächern (mit einem rauschen) für all die facetten des lebens, jedes wispern, jeden duft, jeden grauton und jedes Funkeln des lichts
Gedichte sind kleine Tiere, die zu mir kommen im Schlaf, sich auf mich setzen, lächeln und hüpfen auf meiner Brust.