Die Wege der Rehe gehen
die reicher sind als die der Menschen die Rehe kennen die saftigsten Wiesen die klarsten Stellen am Bach die mächtigsten Bäume die hellsten Lichtungen und die tiefsten Wunder des Walds Die Wege der Rehe gehen
die reicher sind als die der Menschen die Rehe kennen die saftigsten Wiesen die klarsten Stellen am Bach die mächtigsten Bäume die hellsten Lichtungen und die tiefsten Wunder des Walds Die Wege der Rehe gehen
im Wald könnte ich immer bleiben Ausschau halten nach den Hufspuren des Rehs dem hellen, runden Pilz an der Böschung dem Kleeblatt, Farn und Waldmeister die Weichheit des Waldbodens unter den Schritten spüren lauschen der Amsel und Taube dem vielstimmigen Murmeln des Bachs die modrige Feuchtigkeit riechen und den Duft der Bäume ich bin hungrig …
jedes mal dieselben stiefel tragen schritte setzen wege gehen und doch immer neu sehen fühlen atmen
ich gehe über die bloßliegenden breiten Wurzeln der Bäume, die quer über den Pfad wachsen, nehme den längeren Weg um bleiben zu können ich muss die Namen nicht kennen von Vögeln, Blumen, Bäumen ich kenne jeden Baum und jeder Baum mich